Die Sopranistin Gerlinde Sämann erlebt Musik auf eine Weise, die den meisten verschlossen bleibt: Ohne Augenlicht spürt sie die Verbindung zum Dirigenten, den gemeinsamen Atem, die reine Essenz der Musik. Aus dieser tiefen, inneren Wahrnehmung erwächst eine Interpretationskunst von seltener Intensität, die von mittelalterlicher Mystik bis zu zeitgenössischen Kompositionen reicht. Doch wie genau formt sich aus diesem einzigartigen Empfinden ein Klang, der das Publikum so unmittelbar berührt und begeistert? Sie erzählt davon kurz vor der Verleihung des Preises der Europäischen Kirchenmusik 2025 in Schwäbisch Gmünd.
Musikliste:
Johann Sebastian Bach:
Aria aus „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“ BWV 84
Gerlinde Sämann (Sopran)
Chor der J. S. Bach-Stiftung
Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Leitung: Rudolf Lutz
Helen Buchholtz:
„Der Wind geht durch die Bäume“, Lied
Gerlinde Sämann (Sopran)
Claude Weber (Klavier)
Franz Schubert:
Impromptu As-Dur D 899 Nr. 4
Maria Joao Pires (Klavier)
Anonymus:
“À Dieu, mon ami”, Chanson
VocaMe
Leitung: Michael Popp
Johann Sebastian Bach:
„Himmelskönig, sei willkommen“, Chor BWV 182
Gerlinde Sämann (Sopran)
Petra Noskaiová (Alt)
Christoph Genz (Tenor)
Jan van der Crabben (Bass)
La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken
Wolfgang Amadeus Mozart:
„Exsultate, jubilate“ KV 165
Gerlinde Sämann (Sopran)
Netzwerkorchester III
Leitung: Howard Arman
Maria Bach:
3 Lieder aus „Japanischer Frühling“
Gerlinde Sämann (Sopran)
Claude Weber (Klavier)
Paola Prestini:
„Sensorium Ex“, Arie der Mycelia
Gerlinde Sämann (Sopran)
Leitung: Elizabeth Askren
Helen Buchholtz:
„Die rote Blume“, Lied
Gerlinde Sämann (Sopran)
Claude Weber (Klavier)