Malika Kishino, Tochter eines buddhistischen Priesters aus Kyoto, lebt seit drei Jahrzehnten in Europa, hat in Paris und Lyon studiert, liebt Debussy und Lachenmann und schreibt vorwiegend für westliche Instrumente und Elektronik: energetisch, sinnlich, und ganz ohne fernöstliche Klang-Klischees. Aber im Untergrund dieser Musik wirken die philosophischen Einflüsse ihrer Herkunft: die zyklische Vorstellung vom Leben und der Natur - oder die Ausbalancierung der Schönheit zwischen Licht und Schatten, wie es einst der Autor Jun'ichiro Tanizaki in Kishinos Lieblingsbuch Lob des Schattens beschrieb.
Weitere Informationen zum Thema
JetztMusik Im Schattenreich der Klänge – Die Komponistin Malika Kishino
Von Michael Struck-Schloen