Der Franzose debütierte 1986 mit dem Orchestre de Paris unter Georg Solti. 2012 wurde er als ICMA Artist of the Year ausgezeichnet und sammelt seitdem hochrangige internationale Plattenpreise. Bavouzet legte zwei Ravel-Gesamteinspielungen vor und beherrscht den Drahtseilakt zwischen Respekt vor der Partitur und eigenem gestalterischem Freiraum in Vollendung. Sein Repertoire ist außergewöhnlich umfassend, der Zyklus seiner Beethoven-Sonaten brachte ihm nicht nur 2008 in Peking höchste Ehre. Feinfühlig ergründet er den Subtext jeder Komposition und koloriert die Klänge mit ganz eigenen Nuancen.