Hin- und hergerissen zwischen Liebessehnen und der Unfähigkeit, sich dauerhaft zu binden, hat sich Goethe in zahlreiche Frauen verliebt, hat sie begehrt, dann wieder verlassen und hat über sie und seine Gefühle unzählige Worte auf Papier geschrieben. Wer aber waren diese Frauen, an die er sein Herz verlor? Konnte Goethe überhaupt eine andere Person lieben als sich selbst? Waren Frauen für ihn womöglich reine Projektionsflächen? Der Tenor Julian Prégardien, Kristian Bezuidenhout am Hammerklavier und die Dramaturgin Cornelia Weidner gehen diesen Fragen nach, inspiriert durch das Gemälde blind spot von Margit Jäschke.