Insgesamt vier Spiele absolviert die Nationalmannschaft in der Nations League. Los geht’s mit dem Prestigeduell in den Niederlanden (24.9., 20:45 Uhr). Es folgen die Heimspiele gegen Griechenland (27.9., 20:45 Uhr) und Serbien (1.10., 20:45 Uhr), bevor das Rückspiel in Griechenland ansteht (4.10., 20:45 Uhr).
Anders als Julian Nagelsmann ist Klopp deutlich präsenter in den Stadien der Bundesligisten und hat sich bereits bei vielen Klubs persönlich vorgestellt. So lobte etwa VfB-Trainer Sebastian Hoeneß den persönlichen und konstruktiven Austausch.
Klopp, der seine Trainerkarriere einst bei Mainz 05 startete, ist dem Südwesten noch immer tief verbunden. Das zeigte der gebürtige Stuttgarter zuletzt mit einem Besuch in seiner alten Schule in Dornstetten (Landkreis Freudenstadt).
Beim VfB Stuttgart können sich einige Spieler Hoffnungen machen
Beim Spiel zwischen dem VfB und dem 1. FC Köln (4:1) machte sich Klopp am zweiten Spieltag live im Stadion ein Bild über die Form der Stuttgarter Profis. Die WM-Fahrer Angelo Stiller, Deniz Undav und Jamie Leweling dürfen sich dabei ebenso Hoffnungen machen wie Maximilian Mittelstädt, Finn Jeltsch, Josha Vagnoman, Chris Führich, Jeff Chabot oder die Neuzugänge Grischa Prömel und Dzenan Pejcinovic.
Stiller dürfte auch in Zukunft weiter zum festen Personal im DFB-Kader gehören. Das gleiche gilt für Undav. Der hatte zwar zuletzt Probleme mit der Achillessehne, in der Champions League zeigte der Offensivmann aber mit zwei tollen Assists für Ermedin Demirovic seine Klasse. In der Bundesliga wartet Undav noch auf den ersten Treffer. Auch, wenn er sich aktuell nicht in Bestform befindet: Als Typ hilft der 30-Jährige mit seiner positiven Ausstrahlung auch außerhalb des Platzes. Flügelspieler Führich wartet zwar noch auf seine erste Torbeteiligung, präsentiert sich aber topfit und bissig.
Weil auch neue Gesichter bei Klopp eine Chance bekommen werden, könnte Pejcinovic berufen werden. Der 21-Jährige gilt als Mittelstürmer mit tollen Zukunftsperspektiven, sein Potenzial hat er beim VfB bereits angedeutet - der ganz große Auftritt war aber in der Bundesliga bislang nicht dabei. Tendenz: Er wird auf sein Debüt noch etwas warten müssen. Zumal mit Nicolo Tresoldi von Club Brügge ein direkter Konkurrent einen starken Start hingelegt hat. Der 22-Jährige hat in der belgischen Liga in sechs Spielen drei Mal getroffen und erzielte auch in der Champions League gegen Aston Villa (2:3) ein Tor.
Für Chabot und Prömel wäre eine Berufung ebenfalls ein Debüt. Chabot glänzt aktuell wieder mit starken Zweikampfwerten, Jeltsch glänzt mit seiner Dynamik und ebenfalls in Duellen Mann-gegen-Mann. Prömel hat dem ehemaligen VfB-Kapitän Atakan Karazor aus dem Stand den Stammplatz abgeluchst und zeigt seine Führungsqualitäten. Mit seiner enormen Laufstärke verkörpert der gebürtige Bad Cannstatter vieles, was in der Ära Klopp gefragt sein wird - Stichwort Vollgas-Fußball.
Auf den Außenverteidigerpositionen dürfen sich Mittelstädt und Vagnoman Chancen ausrechnen. Die rechte Seite war bei der WM die große Problemzone der deutschen Mannschaft, es ist eine der ersten großen Baustellen für Klopp. Der formstarke Vagnoman ist ebenso ein Kandidat wie Leipzigs Ridle Baku oder Freiburgs Philipp Treu (siehe weiter unten). Der 25-jährige Vagnoman galt zum Ende der Transferperiode noch als Verkaufskandidat, sein Wechsel zu Hull City zerschlug sich am Deadline Day. Dann brillierte Vagnoman mit vier Scorerpunkten in den ersten vier Pflichtspielen. Das dürfte auch Klopp nicht entgangen sein.
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Auch beim SC Freiburg empfehlen sich viele Spieler
Wer folgt auf Manuel Neuer im DFB-Tor? Eine Frage, die sich auch Mio Backhaus vom SC Freiburg stellen dürfte. Der Sommer-Neuzugang wird zumindest als Kandidat für den ersten Klopp-Kader gehandelt. Doch die Liste der Konkurrenten ist lang: Marc-André ter Stegen, Oliver Baumann, Noah Atubolu, Finn Dahmen, Jonas Urbig, Alexander Nübel. Nach einem starken Saisonstart beim FC Schalke 04 wird selbst Loris Karius gehandelt. Prognose: Sollte Klopp auf einen erfahrenen Keeper und zwei Talente setzen, wird Backhaus dabei sein. Setzt er auf Erfahrung, wird sich Backhaus gedulden müssen.
Matthias Ginter fehlte im WM-Kader von Julian Nagelsmann - eine bittere Enttäuschung für den Innenverteidiger. Trotz glänzender Leistungen inklusive des Einzugs ins Finale der Europa League wurden Antonio Rüdiger und Waldemar Anton dem 32-Jährigen vorgezogen. Während Rüdiger seine Karriere im DFB-Dress beendet hat, gibt es sportlich keine Argumente gegen eine Nominierung Ginters. Der Innenverteidiger hat erneut einen tollen Start in die neue Spielzeit hingelegt und glänzte im Qualifikationsspiel zur Conference League gegen Motherwell sogar als Doppeltorschütze.
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Rechtsverteidiger Philipp Treu hat bereits in der vergangenen Saison mit seinem Tempo und seiner Dynamik auf sich aufmerksam gemacht. Der 25-Jährige reißt mit seinen Tiefenläufen immer wieder Löcher in den Abwehrverbund des Gegners. Zudem kann der gebürtige Heidelberger auch auf der linken Seite eingesetzt werden, seine Flexibilität könnte ein weiterer Pluspunkt für Treu sein.
Maximilian Eggestein ist der Dauerbrenner und Dauerrenner im Freiburger Mittelfeld. Am zweiten Spieltag erzielte er beim 1:0 in Paderborn das Tor des Tages. Der Sport-Club steckt bereits seit mehreren Wochen im Spielbetrieb, Eggestein steht also voll im Saft. Weil WM-Fahrer wie Pascal Groß oder Leon Goretzka (Knieprobleme) aktuell wohl keine Optionen sind, stehen die Chancen für Eggestein besser denn je, erstmals für die A-Nationalmannschaft zum Einsatz zu kommen. Auch Neuzugang Yannik Engelhardt präsentiert sich in starker Verfassung, erzielte bereits zwei Tore in drei Bundesligaspielen. Nach Informationen der Sportschau soll Klopp dazu tendieren, für die Spiele unterschiedliche Kader zu benennen. Es scheint zumindest möglich, dass sich Eggestein und Engelhardt einen Platz im Aufgebot "teilen".
Derry Scherhant schickt sich beim Sport-Club an, Platzhirsch Vincenzo Grifo den Platz auf Linksaußen abzuluchsen. Mit sieben Scorerpunkten in sechs Pflichtspielen ist der 23-Jährige toll gestartet, punktet mit seiner Schnelligkeit genauso wie mit starken Standardsituationen.
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Werden Nadiem Amiri und Phillip Tietz vom 1. FSV Mainz 05 nominiert?
Zwei Profis des 1. FSV Mainz 05 dürfen sich Hoffnungen auf eine Berufung machen. Während Nadiem Amiri bereits im WM-Kader stand, wäre es für seinen Kumpel Phillip Tietz eine Premiere im Kreis des DFB-Teams. Der Angreifer zeigt sich bereits seit der Vorbereitung in starker Verfassung und brillierte vor allem am zweiten Spieltag beim HSV mit zwei Toren. Mit seiner körperlichen Präsenz und dem starken Kopfballspiel könnte er ein Kandidat für die Rolle als Stoßstürmer sein.
Amiri zeigt sich in der Frühphase der Saison gewohnt spielfreudig und auch fleißig im Spiel gegen den Ball. Beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt vergab er jedoch einen Foulelfmeter. Die aktuell verletzten Paul Nebel und Eric Martel sind für die erste Länderspielphase der Saison kein Thema, werden aber in Zukunft versuchen, zum Kreis möglicher Nationalspieler zu zählen.
TSG Hoffenheim: Oli Baumann wohl nicht dabei
Kurz vor der WM wurde Oliver Baumann des Traums vom Stammkeeper beraubt. Nagelsmann holte Manuel Neuer zurück, das Experiment scheiterte krachend. Baumann aber zeigte sich als Teamplayer und unterstützender Ersatzmann. Dennoch wird der Hoffenheimer vorerst wohl nicht erneut mit dem Adler auf der Brust auflaufen. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll der Bundestrainer Baumann in seiner ersten Nominierung nicht berücksichtigen.
Klopp dürfte vermutlich auf einen etwas jüngeren, aber dennoch erfahrenen Torhüter setzen. So ist zwar Marc-André ter Stegen nur zwei Jahre jünger als der 36-jährige Baumann, der ebenfalls gehandelte Jonas Urbig etwa ist aber erst 23 Jahre alt. Zudem kassierte Baumann in den ersten drei Bundesligaspielen der aktuellen Spielzeit schon sieben Gegentore, wobei er beim 2:3 in Köln mit einer starken Leistung weitere Einschläge verhinderte. Auch beim 2:1 zuletzt gegen den VfB Stuttgart überzeugte Baumann zuletzt.
Tim Lemperle fehlte im ersten Saisonspiel in Köln noch mit einer Gelb-Rot-Sperre. Bei der Niederlage gegen den BVB (2:3) zeigte der Angreifer dann eine blitzsaubere Leistung, traf zum zwischenzeitlichen 2:0. Auch beim 2:1 gegen den VfB Stuttgart überzeugte der Offensivallrounder, der sowohl als Mittelstürmer, hängende Spitze oder Flügelspieler eingesetzt werden kann.
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Fährt sogar ein Spieler vom Karlsruher SC mit?
Ja, richtig gelesen: Auch der KSC könnte nach vielen Jahren wieder einen Nationalspieler stellen. Rafael Pinto Pedrosa ist als Rechtsverteidiger auf der Position unterwegs, die seit Jahren zu den Problemzonen zählt. Der in Pforzheim geborene Deutsch-Portugiese bringt trotz seiner erst 19 Jahre schon jede Menge Erfahrung mit. Mit der U19 nahm er im Juni und Juli an der EM teil und verpasste den Titel durch ein 0:2 im Finale gegen Spanien knapp. Pinto Pedrosa könnte zu den ersten Überraschungen gehören, die Klopp aus dem Hut zaubert.