Fußball | 2. Bundesliga

Stotter-Start bei Hannover 96 - wo es beim FCK noch immer hakt

Der 1. FC Kaiserslautern brachte bei Hannover 96 offensiv nicht viel zustande. Dies sind die Gründe für den schwachen Auftritt des FCK. Könnte ein Neuzugang die Lösung sein?

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Stand

Von Autor/in Michael Richmann

Es hakt noch beim 1. FC Kaiserslautern. Das war beim 0:1 bei Hannover 96 deutlich zu sehen. Wie im Jubiläumsspiel gegen die AS Rom ging nach vorne nichts. Zwar weist die Statistik neun Torschüsse auf Seiten der Roten Teufel aus, auf das Tor der Hannoveraner ging jedoch kein einziger. Und die Schüsse, die daneben gingen, gingen nicht einmal knapp daneben.

Gefährlichste FCK-Aktion von einem Hannoveraner

Bezeichnend, dass die größte FCK-Chance ein Rückpass des Hannoveraners Maurice Neubauer war, der Torwart Nahuel Noll überraschte und heilfroh war, dass der Ball nur ans Außennetz ging (66.). Die beiden übrigen Offensiv-Aktionen - Simon Astas Außenrist-Schuss von der Strafraum-Kante (57.) und Luca Sirchs Distanzschuss aus 25 Metern (31.) - waren Zufallsprodukte. Hinzukommt: Sowohl Sirch als auch Asta sind eigentlich für die Defensive zuständig.

Kurzum: Der FCK war auf dem Weg nach vorne fahrig und unpräzise. Allerdings muss man dem FCK zugute halten, dass sich die Roten Teufel nach dem Abgang von Leistungsträger Ragnar Ache in der Offensive komplett neu aufgestellt haben. Kapitän Marlon Ritter war bei Hannover 96 der einzige Offensiv-Spieler in der Startelf, der schon in der vergangenen Saison das FCK-Trikot trug. Nur logisch, dass es da im ersten Pflichtspiel noch an der Feinabstimmung hapert.

FCK offensiv noch mit Abstimmungsproblemen

Auffällig war, dass die Flügelspieler die Bälle häufig auf den ersten Pfosten flankten, die Startelf-Stürmer Mahir Emreli und Ivan Prtajin genauso wie der später eingewechselte Richmond Tachie überwiegend im Zentrum oder am zweiten Pfosten lauerten. Bei der Ursachen-Forschung ging FCK-Trainer Torsten Lieberknecht jedoch nicht auf seine Stürmer ein. Stattdessen monierte er im Interview mit SWR Sport, dass "die Flanken einfach nicht präzise kommen".

FCK auf der Suche nach der Balance

Die neu zusammengesetzte Mannschaft wollte Lieberknecht jedoch nicht als Ausrede gelten lassen: "Fakt ist: Wir haben mehr Möglichkeiten, offensiv stattzufinden. Wir haben heute nicht die Balance gefunden." Am Selbstverständnis will der 52-Jährige aus Bad Dürkheim noch feilen: "Da ist im Team vieles, was noch geweckt werden muss. Da helfen Punkte und Siege."

Laut Keeper Julian Krahl, mit seinen starken Paraden gegen Mustapha Bundu (23. & 41.) und Benedikt Pichler (59.) FCK-Mann des Spiels, habe es jedenfalls nicht an der Einstellung gelegen: "Der Drang war da. Der Wille war da. Wir haben es nur nicht gut umgesetzt", sagte er im Interview mit SWR Sport.

FCK mit großem Potenzial

Bis zur Heimpremiere am kommenden Samstag gegen Schalke 04 (ab 20:30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) hat Lieberknecht mit dem FCK also noch viel Arbeit vor sich, wenn die ambitionierten Pfälzer das erklärte Saisonziel (Platz eins bis Platz sechs) tatsächlich erreichen wollen. Torwart Krahl ist jedoch optimistisch: "Wir haben gute Jungs zusammen. Wir haben einen sehr, sehr guten Trainer und ein sehr gutes Trainerteam. Wir haben zuhause eine riesen Kulisse, da sind wir eine absolute Macht. Wir ziehen unsere Lehren daraus, und nächste Woche machen wir es definitiv besser."

Kaiserslautern

Fußball | 2. Bundesliga Für die Offensive: FCK verpflichtet Finnen Naatan Skyttä

Der 1. FC Kaiserslautern hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit dem Finnen Naatan Skyttä wechselt ein offensiver Mittelfeldspieler an den Betzenberg.

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Schon gegen Schalke können die Roten Teufel auf einen weiteren Kreativ-Kopf zurückgreifen, denn: Der FCK hat den finnischen U21-Nationalspieler Naatan Skyttä verpflichtet. Der offensive Mittelfeldspieler kommt aus der zweiten französischen Liga und bringt Beweglichkeit, Tempo, Kreativität und Torgefahr mit an den Betzenberg. Zuletzt war Skyttä für USL Dunkerque aktiv, in der vergangenen Saison erzielte er in 36 Pflichtspielen acht Tore. Er könnte Marlon Ritter im Zentrum entlasten, der sich bei Hannover 96 - häufig allein gelassen - immer wieder verharkte und verkämpfte.