2. Fußball-Bundesliga

Der FCK im Aufstiegskampf - Mutmacher und eine offene Rechnung

Beim FC Schalke 04 verspielten die Roten Teufel spät eine Zwei-Tore-Führung. Im Heimspiel gegen die SV Elversberg kann der FCK trotzdem mit breiter Brust antreten.

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Stand

Von Autor/in Michi Glang

Nur wenige Minuten fehlten für den perfekten Start ins Fußballjahr 2026. Der FCK hatte beim Tabellenführer aus Gelsenkirchen bis zur 87. Minute geführt, dann entrissen Edin Dzeko und Kenan Karaman mit ihren Toren den Pfälzern noch einen Punkt.

So mischten sich nach dem Abpfiff Stolz über die über weite Strecken starke Leistung mit der Enttäuschung über den verpassten Sieg. Einen Punkt beim FC Schalke 04 - das hätte vor dem Anpfiff wohl fast jeder beim FCK unterschrieben. So gab es allerdings auch hängende Schultern. Und doch bleibt beim FCK nach diesem Spiel viel Positives hängen.

Mutmacher Nummer eins: ein Top-Torjäger

Der FCK kann auf einen Top-Torjäger bauen. Ivan Prtajin traf gegen Schalke doppelt, obwohl er erst in der 61. Minute ins Spiel gekommen war. Der Kroate hat nun elf Tore auf dem Konto und trifft statistisch gesehen alle 90 Minuten - ein echter Top-Wert.

Beim FCK sind die Hoffnungen groß, dass Prtajin für den Rest der Saison fit bleibt. In der Hinrunde hatte der 29-Jährige immer wieder mit Muskelverletzungen zu kämpfen.

Zuletzt fiel er von Anfang Dezember bis ins Jahr 2026 wegen eines Muskelbündelrisses aus. Nun aber wirkt der 1,89 Meter große Mittelstürmer topfit und sorgte dafür, dass die Schalker erst zum dritten Mal überhaupt in dieser Saison mehr als einen Gegentreffer kassierten.

Mutmacher Nummer zwei: auswärts stabil

Mut macht dem FCK zudem die Art und Weise, wie man beim Tabellenführer aufgetreten war. "Man darf enttäuscht sein", sagte Trainer Torsten Lieberknecht angesichts der beiden späten Gegentore. "Aber wir können auch massiv stolz sein bezüglich unseres Spiels, was wir abgeliefert haben. Es war eines unserer besten Auswärtsspiele überhaupt."

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2:2 auf Schalke "Verrückter Fußball" - FCK nach Topspiel zwischen Enttäuschung und Stolz

Ivan Prtajin gewinnt das Torjäger-Duell gegen Edin Dzeko, aber der 1. FC Kaiserslautern ärgert sich nach dem Traditionsduell beim FC Schalke 04, nur einen Punkt geholt zu haben.

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Das ist vor allem deshalb wichtig, weil der FCK in den verbleibenden 15 Saisonspielen seine Auswärtsbilanz dringend aufbessern muss. Zwei Siege in bisher neun Spielen in fremden Stadien sind letztlich zu wenig, um die Spitzenplätze der 2. Bundesliga anzugreifen. Mit Leistungen wie auf Schalke stehen die Chancen gut, dass weitere Erfolge dazukommen werden.

Mutmacher Nummer drei: Es klappt gegen die Großen

Nach dem 3:1 gegen Hannover 96 und dem Remis auf Schalke sind die Pfälzer mit vier Punkten aus zwei Top-Spielen gestartet. Der Rückstand auf den Tabellendritten SC Paderborn beträgt aktuell fünf Punkte - da ist noch alles drin.

Zumal die Roten Teufel in den ersten beiden Spielen des Jahres bewiesen haben, dass sie gegen die Spitzenteams der Liga bestehen können. In der Hinrunde hatte es in den Duellen mit den Top 7 der Liga nur zwei Siege und vier Niederlagen gegeben.

FCK gegen Elversberg im Stream und im Ticker

Nun steht das nächste Heimspiel gegen ein Top-Team auf dem Programm. Am Samstagabend (31.01.2026) empfängt der FCK die SV Elversberg (ab 20:30 Uhr im Liveticker und Audiostream auf sportschau.de).

Die Saarländer haben vier Zähler mehr auf dem Konto als die Roten Teufel (35). Ein Heimsieg würde den Abstand entscheidend verkürzen, bei einer Niederlage wäre es dagegen sehr schwer, noch einmal ganz vorne anzuklopfen.

Mit den Elversbergern haben die Pfälzer noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel hatte der FCK trotz einer mäßigen Vorstellung lange Zeit ein Remis gehalten, bevor SVE-Akteur Frederik Schmahl in der Nachspielzeit mit seinem Treffer für den Lucky Punch gesorgt hatte. Vielleicht ist das der Extrakick Motivation neben all den Mutmachern, die dem FCK zum achten Heimsieg der Saison verhelfen - um weiter im Aufstiegsrennen mitzumischen.