13 Punkte aus sechs Spielen reichen dem SV Darmstadt 98 aktuell, um die Tabelle der 2. Liga anzuführen. Die SV Elversberg und Hannover 96 folgen punktgleich. Einen Zähler weniger hat der FCK auf dem Konto, nachdem zuletzt die Darmstädter (3:1), die SpVgg Greuther Fürth (3:0) und Preußen Münster (4:1) besiegt wurden.
Von der Maximalausbeute (18 Punkte) sind alle Klubs schon ein Stück entfernt. Gleichzeitig liegt der Tabellenzehnte aus Fürth nur vier Punkte zurück. Die Frühphase der Saison erinnert an die vergangene Spielzeit. Da konnte ebenfalls beinahe die Hälfte aller Klubs fast bis Saisonende zur Spitzengruppe gezählt werden.
FCK steht vor hohen Hürden
Dass mit dem VfL Bochum, Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf drei hochgehandelte Klubs den Saisonstart in den Sand gesetzt haben, könnte für noch mehr Gedrängel in der oberen Tabellenhälfte sorgen. Vorausgesetzt, diese diese Teams kriegen in den kommenden Wochen die Kurve.
Der FCK wird versuchen, das zu verhindern. Denn Bochum und Düsseldorf sind zwei der kommenden vier Gegner. Dazu kommen die Begegnungen gegen den KSC und Paderborn - zwei Teams aus der Spitzengruppe.
Knappe Saison im vergangenen Jahr
Auf die Roten Teufel warten intensive Wochen. Da werden Trainer Torsten Lieberknecht die Aussagen seines Stürmers Ivan Prtajin freuen. Dieser hatte nach seinem Dreierpack beim 4:1-Sieg gegen Münster im Sportschau-Interview gesagt, dass er "ehrlicherweise nie ganz glücklich" sei - auch nicht nach starken Spielen. "Das war schon immer mein Mindset. Wenn ich drei Treffer mache, dann denke ich darüber nach, ob ich vielleicht noch mehr schaffen kann", meinte der 29-Jährige.
Ein Mindset, das nötig sein wird, wenn der FCK wie in der vergangenen Spielzeit bis zum Ende oben dranbleiben will. Damals war vor dem 34. Spieltag theoretisch sogar noch der Sprung auf den Relegationsplatz drin. Es kam anders: die Pfälzer kassierten eine 0:4-Packung beim 1. FC Köln und schlossen die Saison auf Rang sieben ab.
2. Liga extrem ausgeglichen
Die Kölner wiederum feierten durch den Sieg die Meisterschaft - mit 61 Punkten, das sind gerade einmal 1,79 pro Spiel. Dabei kassierten die Geißböcke neun Niederlagen. Das ist eigentlich nicht die Bilanz eines Meisters, aber Ausdruck der extremen Ausgeglichenheit der 2. Liga.
Für den FCK bedeutet dies: Weder ist alles so schlecht, wie es nach dem Start mit zwei Niederlagen aus drei Spielen gemacht wurde, noch ist alles so rosarot, wie mancher das nach dem starken Spiel gegen Münster gesehen haben mag.
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Der 1. FC Kaiserlautern gibt seine alljährliche Autogrammstunde auf dem Wurstmarkt in Bad Dürkheim. Dieses Mal ist mit Trainer Lieberknecht sogar ein Dürkheimer Original dabei.
Paderborn als nächster Gegner
Auch in dieser Saison werden für die Spitzenteams Rückschläge dazu gehören. Die Kunst für Lieberknecht und sein Team wird es sein, diese zu minimieren und einzuordnen.
So drosch Lieberknecht nach dem äußerst dürftigen Auftritt beim 1:2 in Elversberg nicht auf die Mannschaft ein, sondern ordnete die Leistung ein: "Wir haben gerade in der ersten Halbzeit vieles vermissen lassen. Mut, höher zu verteidigen, aggressiver zu sein", sagte der 52-Jährige damals. "Mit Ball haben wir nur stückweise eine Lösung gefunden, mal nach vorne zu kommen."
All das ist in den vergangenen Spielen besser geworden. Unter Beweis stellen können das die Roten Teufel am kommenden Samstag beim SC Paderborn (13 Uhr). Die Ostwestfalen gehören - Überraschung - ebenfalls zur Spitzengruppe und haben nur einen Punkt weniger als die Pfälzer auf dem Konto. Das Gerangel um die Aufstiegsplätze ist bereits in vollem Gange.