14 Spiele in Serie ohne Sieg, abgeschlagener Tabellenletzter und das schwächste Auswärtsteam der Bundesliga: Der 1. FC Heidenheim kann vor dem Auftritt bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr, live in SWR1 Stadion) ziemlich sicher für die 2. Bundesliga planen. Aufgeben gilt bei Trainer Frank Schmidt dennoch nicht. So würde sich der Coach im Saisonendspurt durchaus "viel" Dramatik wünschen, wie er auf eine entsprechende Frage antwortete. "Weil es bedeutet, dass die Spiele so laufen, dass wir was mitnehmen können", sagte Schmidt. Seit dem 6. Dezember, als die Heidenheimer 2:1 daheim gegen den SC Freiburg gewannen, hat der Außenseiter keinen Sieg mehr gefeiert.
Auswärts gelangen in der Spielzeit bisher nur vier Punkte. "Ich träume nicht, ich bin Realist jetzt", sagte Schmidt, glaubt aber an die Chance in Gladbach. "Wenn es uns gelingt gegen Gladbach zu gewinnen, dann können wieder neue Gedankenspiele kommen." Sein Team solle an die zweite Halbzeit gegen Bayer Leverkusen anknüpfen. Vor der Länderspielpause holte der FCH nach einem 0:2 noch ein 3:3 gegen Bayer.
Mut könnte den Heidenheimern eine kuriose Statistik aus dem Jahr 2025 machen. Von Anfang April bis Ende Oktober gelang den Gladbachern in insgesamt 15 Ligaspielen kein einziger Sieg. Also genau in der Phase der Sommerzeit. Nun steht für die Borussia das erste Spiel der Sommerzeit 2026 an.
Bundesliga Heidenheim in Gladbach: Hoffnung macht vor allem die Sommerzeit
Der 1. FC Heidenheim gastiert am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Dort ruft die jüngste Zeitumstellung spezielle Erinnerungen hervor.
Conteh droht langer Ausfall
Allerdings muss Schmidt auf seinen schnellen Offensivspieler Sirlord Conteh verzichten. Dem Außenspieler droht wegen erneuter Probleme an seinem bereits operierten Knie eine längere Pause. Die finale Entscheidung stehe noch aus, so Schmidt, aber: "Die Wahrscheinlichkeit, dass er operiert werden muss, ist größer als dass er nicht operiert werden muss."
Im Oktober 2025 hatte sich Conteh operieren lassen. Bei seinem Einsatz gegen Leverkusen, als er nach einer guten Stunde eingewechselt wurde, seien die neuerlichen Beschwerden aufgetreten.