Spektakulärer Saisonstart in der Basketball-Bundesliga

Nervenkitzel pur: Gladiators Trier verlieren erstes Saisonspiel

Die Gladiators Trier sind als klarer Favorit ins erste Spiel der Basketball Bundesliga gegen die Basketball Löwen Braunschweig gestartet und wurden überrascht.

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Stand

Von Autor/in Verena Hafner

Vollgas von der ersten Sekunde, Körbe im Minutentakt und Spannung bis in die Schlussphase: Die Gladiators Trier sind mit einem spektakulären Schlagabtausch in die neue Basketball Bundesliga Saison gestartet. In Braunschweig lieferten sich beide Teams ein Offensivfeuerwerk. Am Ende hatten die Gastgeber die besseren Nerven. Trier verliert 107:116.

Basketball Bundesliga startet mit Vollgas

Beide Teams gingen vom ersten Angriff an hohes Tempo. Vor allem aus der Distanz lief es: Trier traf früh mehrere Dreier und setzte Braunschweig damit unter Druck. Vor allem Aufbauspieler Jordan Roland erwischte einen Traumstart. Der Trierer traf gleich drei Dreier im ersten Viertel, zwei davon direkt hintereinander. Braunschweig ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und antwortete ebenfalls mit Treffern aus der Distanz. Die Führung wechselte mehrfach, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Nach zehn Minuten führten die Löwen 38:34.

Trainer Jacques Schneider kommt beim ersten Basketball Bundesligaspiel der Gladiators Trier ins Schwitzen.
Trierer Trainer Jacques Schneider bekommt es im ersten Basketball Bundesligaspiel gegen Braunschweig nicht leicht gemacht. Jan Huebner

Gladiators bleiben dran

Auch im zweiten Viertel ging es Schlag auf Schlag. Trier spielte schnell nach vorne und fand immer wieder Neuzugnag EJ Onu unter dem Korb. Braunschweig hielt mit seiner starken Offensive dagegen und konnte den Vorsprung zunächst leicht ausbauen. Doch die Gladiators blieben in Schlagdistanz. Austin Crowley sorgte mit einem Dunk nach einem schnellen Angriff für Energie, Marco Hollersbacher traf von außen. Kurz vor der Pause war Trier wieder bis auf einen Punkt dran. Dann schlug Braunschweig noch einmal zu: Devin Askew traf einen Dreier kurz vor der Halbzeitsirene. Die Löwen gingen mit 66:61 in die Pause.

Starkes erstes Spiel von Austin Crowley von den Gladiatros Trier zum Basketball-Bundesligaauftakt.
Austin Crowley von den Gladiators Trier punktet. Die Basketball Löwen Braunschweig schauen zu. Daniel Reinelt

Trier dreht die Partie

Nach dem Seitenwechsel kam Trier mit ordentlich Druck aus der Kabine. Onu traf, Simon legte nach und Moritz Krimmer brachte die Gladiators erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung: 67:66. Jetzt wurde es richtig intensiv. Beide Teams kämpften um jeden Ball. Trier verteidigte aggressiv und blieb zunächst am Drücker. Nach einem Dreier von Tajh Green lag Braunschweig wieder vorne, doch Trier antwortet direkt.

Gladiators Rückkehrer Eli Brooks mit starkem Auftritt im ersten Basketball Bundesligaspiel.
Eli Brooks von den Gladiators Trier im Zweikampf gegen Tajh Green von den Basketball Löwen Braunschweig. Daniel Reinelt

Bei 74:74 war die Partie erneut völlig offen. Dann gelang den Gastgebern der entscheidende Lauf im dritten Viertel. Zwei schnelle Dreier von Dejour Reaves und weitere Treffer von Sheldon Edwards brachten Braunschweig mit 89:80 in Führung. Trier hielt dagegen, doch die Löwen hatten nun den besseren Rhythmus. Nach drei Vierteln stand es 98:87.

Zitterpartie für die Favoriten

Im letzten Viertel sah es zunächst so aus, als würde Braunschweig die Partie sicher nach Hause bringen. Die Löwen kontrollierten das Tempo und bauten ihren Vorsprung auf 107:91 aus. Doch Trier war noch nicht fertig. Austin Crowley brachte mit wichtigen Punkten wieder Bewegung ins Spiel. Moritz Krimmer traf von außen und plötzlich schmolz der Vorsprung. Die Gladiators kämpften um jeden Ball und kamen Punkt für Punkt näher.

Dann wurde die Schlussphase für Trier bitter: EJ Onu musste nach einem weiteren harten Kontakt unter dem Korb vom Feld. Der Center hatte im Laufe des Spiels bereits mehrere Treffer einstecken müssen und ging unter dem Applaus der Trierer Fans vom Feld.

Starker Auftritt von Gladiators Neuzugang Ejiofor Onu. Er macht beim ersten Basketball Bundesligaspiel 15 Punkte.
Neuzugang Ejiofor Onu punktet im ersten Basketball Bundesligaspiel der Gladiators Trier. Daniel Reinelt

Spannung bis zum Ende

Trotzdem blieb Trier dran. Eli Brooks verkürzte 52 Sekunden vor Schluss auf 107:112. Fünf Punkte Rückstand und plötzlich war wieder alles möglich. Doch Braunschweig blieb ruhig. Auch wenn Trier noch mehrere Chancen hatte, fielen die Würfe nicht mehr. Stattdessen setzte Zaba Bangala mit einem Dunk den Schlusspunkt. 107:116 hieß es nach einem Spiel, das lange auf Augenhöhe verlief.

116 Punkte, das ist zu viel

Das Schlussviertel ging zwar mit zwei Punkten an Trier, für die Wende reichte die Aufholjagd aber nicht mehr. "116 Punkte, das ist zu viel", sagt Krimmel nach dem Spiel bei Dyn. Und weiter: "Wir haben nächste Woche viel zu tun." Für die Gladiators steht damit zum Saisonauftakt eine 107:116-Niederlage.

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