Die deutliche Niederlage gegen Meister Bayern München ist gerade erst verdaut, da präsentiert Basketball-Bundesligist Gladiators Trier die Pläne für seine Erstligazukunft. Und die soll im Trierer Stadtteil Nord liegen.
Modernes Trainingszentrum für Triers Basketballer
Vor drei Wochen haben die Gladiators erstmals öffentlich über ein lange gut gehütetes Geheimnis gesprochen. Schon seit Monaten befanden sich die Verantwortlichen damals in den Planungen für ein eigenes Trainingszentrum.
Ein ehrgeiziges Projekt: Zwei Trainingshallen für Profis und Nachwuchs sowie Schulsport. Dazu Gastronomie und ein öffentlicher Basketball-Freiplatz.
Jetzt hat der Basketball-Bundesligist ein Grundstück in der Nähe seiner Heimspielstätte, der Arena Trier, gekauft.
Auf der rund 18.000 qm großen Fläche mit der Adresse Ruwerer Straße 17 sollen im Frühjahr nächsten Jahres die Bagger rollen. Mit Beginn der Saison 2028/29 sollen die Profis dort trainieren.
Wir wollen unseren Spielern Training rund um die Uhr ermöglichen
Auf dem Gelände wird eine Trainingshalle für die Profis entstehen. Ausgestattet mit Tribünen könnte sie auch als Austragungsort für Heimspiele der Nachwuchssteams in der Jugendbasketball-Bundesliga genutzt werden. "Wir wollen unseren Spielern dort Training rund um die Uhr ermöglichen", erklärt Gladiators-Boss Torsten Herz.
Zweite Basketballhalle geplant
In einem zweiten Bauabschnitt soll dann zeitnah eine zweite Halle gebaut werden. Dort können künftig die Nachwuchstalente des Basketball-Bundesligisten trainieren. Der Verein will an dem Standort ein Nachwuchsleistungszentrum aufbauen. Dazu hatten sich die Gladiators Vorbilder in ganz Deutschland angeschaut.
Ulm als Inspiration für Trier
Besonders beeindruckt war Gladiators Hauptgesellschafter Torsten Herz vom Nachwuchsleistungszentrum "Orange-Campus" des Ligakonkurrenten Ulm.
Der Orange-Campus in Ulm hat unsere Planung inspiriert
Das Nachwuchsprogramm in Ulm gilt als Topadresse in Europa. Der Verein führt dort jedes Jahr internationale Talente auf Bundesliganiveau. Einige schafften den Sprung in die US-Profiliga NBA. "Der Orange-Campus hat uns inspiriert. Es wird keine 1:1-Kopie werden. Aber das ist ein Meilenstein, den Ulm gesetzt hat. In die Richtung wird es etwa gehen", so Torsten Herz von den Gladiators.
Campus wird 20 Millionen Euro kosten
Der erste Bauabschnitt mit Trainingszentrum und Büros für Trainer und Mitarbeiter soll etwa 10 Millionen Euro kosten. Parallel dazu soll die zweite Halle mit Gastronomie und einem öffentlichen Basketball-Freiplatz geplant werden.
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Die Gesamtkosten schätzen die Gladiators auf 20 Millionen Euro. Neben Eigenkapital und Krediten setzen die Basketballer auf eine Landesförderung und Zuschüsse von Stiftungen.