Gartenbauwissenschaftler Folko Kullmann

Gemüse & Obst im Garten und Hochbeet – diese Tipps helfen euch!

Ob knackiger Salat, Kräuter oder eigene Kartoffeln. Im Hochbeet, im Garten oder auf dem Balkon etwas zu ernten, macht Spaß. So gelingt euch der Anbau und werdet ihr Schädlinge los.

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Hochbeete sind beliebt im Garten

Ein Hochbeet sei perfekt, um ins Gärtnern einzusteigen, meint Folko Kullmann, Gartenbauwissenschaftler, Autor und Verleger. Es hat den Vorteil, dass man sich nicht so tief hinunterbücken muss. Der Hauptgrund für die Beliebtheit von Hochbeeten sei aber wohl, dass es eine kleinere Fläche ist, "die man im Griff halten kann". Das mache es übersichtlicher als einen ganzen Gemüsegarten.

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Man sollte nicht unterschätzen, wie viel Erde und Material, zum Beispiel Hecken- und Rasenschnitt im Herbst, zum Befüllen eines Hochbeets benötigt wird. Es gibt Anleitungen, mit welchen Schichten ein Hochbeet aufgebaut sein sollte. Das sei aber nicht unbedingt nötig, meint Kullmann. Die Pflanzen würden einfach eine nährstoffreiche Erde wollen. Man solle das Hochbeet nur keinesfalls unten abdichten. Ansonsten könnte Staunässe entstehen.

Was hilft gegen Schnecken im Hochbeet?

Ein Schneckenzaun um das Hochbeet sei die beste Möglichkeit, um Schnecken fernzuhalten. Allerdings helfe der Zaun nicht gegen Schnecken, die bereits im Hochbeet sind. Diese kämen meist als Eier in der Erde oder mit Wurzelballen in das Beet. Ganz verhindern lasse sich das nicht, so Kullmann. Das Hochbeet habe aber den Vorteil, dass man Schnecken besser im Schach halten kann, indem man das Beet abends kontrolliert und die Tiere absammelt.

Wegschnecken sind absolute Klimawandel-Gewinner. Sie vermehren sich unglaublich schnell und fressen alles. Gleichzeitig werden durch viele vermeintliche Pflegemaßnahmen, wie Pflanzenschutzmittel und Düngemittel – vor allem mineralische Düngemittel – die natürlichen Feinde so zurückgedrängt oder geschädigt, dass Schnecken immer die Oberhand haben.

Folko Kullmann entsorgt Schnecken, indem er sie durchschneidet. Das sei zwar brutal, aber am wenigsten qualvoll. Schlimmer findet er es, wenn Schnecken durch Schneckenkorn oder mit Salz überstreut qualvoll verenden.

Wie kommen weniger Schnecken in meinen Garten?

Die beste Maßnahme gegen Schnecken sei es, die natürlichen Feinde zu fördern. Das seien vor allem Laufkäfer, aber auch Rotkehlchen, Amseln, Igel und Spitzmäuse.

Am besten gelänge das, in dem man den Garten nicht überpflegt. Es dürfe durchaus in einer Ecke auch ein bisschen wilder aussehen und Laub oder Heckenschnitt liegenbleiben. Das seien quasi die Basisstationen für Nützlinge, die Jagd auf Schnecken machen.

Ich kenne viele Gärtnerinnen und Gärtner, die nach 1-2 Jahren sagen: Nach konsequentem natürlichen Wirtschaften – Verzicht auf jegliches Gift, Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger – haben sie so viele Insekten und Nützlinge im Garten, dass Schnecken nicht mehr das Problem sind.

Was hilft gegen Engerlinge im Hochbeet?

Engerlinge sind Käferlarven. In den meisten Fällen handle es sich um Larven von Rosenkäfern, erklärt Folko Kullmann. Diese seien nicht so problematisch, da sie sich vor allem von verrottenden Pflanzenstoffen ernähren.

Engerlinge treten immer dort auf, wo viel organisches Material ist. Daher auch im Hochbeet, in dem Erde und Kompost gemischt sind. Grundsätzlich sei es ein gutes Zeichen, weil die Natur funktioniere und der Käfer sich wohlfühle. Wenn es nicht allzu schlimm sei, müsse man gegen die Engerlinge des Rosenkäfers nicht unbedingt etwas machen.

Gemüse im Garten und Hochbeet: Wann sollte ich am besten säen?

Viele Gemüsesorten müssen im Frühling gesät werden. Dazu gehören zum Beispiel Tomaten oder Paprika und alle Pflanzen, die keinen Frost vertragen. Im Mai, nach den Eisheiligen, können sie ausgepflanzt werden. Wird eine Tomate erst im Mai gesät, schaffe sie es nicht mehr, rechtzeitig groß zu werden.

Wintersalate, Herbstsalate oder auch Winterkohl werden erst im Juni, Juli oder manchmal August ausgesät. Sie wachsen dann in den Winter hinein.

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