Der Chef des Technologiekonzerns Bosch, Stefan Hartung, verlässt das Unternehmen zum Ende des Monats auf eigenen Wunsch. In der Mitteilung von Bosch heißt es, Hartung habe das Unternehmen kraftvoll weiterentwickelt und auf Wachstum und Innovationsstärke ausgerichtet. Damit habe er wichtige Meilensteine für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Bosch erreicht. Hartung wolle sich künftig neuen Aufgaben widmen.
Bosch-Aufsichtsrat bedauert Hartungs Rückzug
Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat bedauerten die Entscheidung und dankten ihm für seine umsichtige Unternehmensführung in einer außergewöhnlich anspruchsvollen Phase. Hartung war seit 2004 innerhalb der Bosch-Gruppe tätig, seit 13 Jahren in der Geschäftsführung.
Der Technologiekonzern steckt in einer tiefen Krise. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr unterm Strich Verluste geschrieben, unter anderem wegen fehlender Aufträge aus der Autoindustrie. Hartung kündigte immer wieder Stellenabbau an, zwischenzeitlich geht es um mehr als 20.000 Jobs.
Bei Bosch tritt Chef Stefan Hartung ab. Geli Hensolt aus der SWR Redaktion Wirtschaft ordnet die Entwicklungen ein:
Nachfolger wird Christian Fischer
Als Nachfolger hat Bosch den bisherigen Stellvertreter Christian Fischer berufen. Er tritt das Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung bereits zum Monatswechsel an.
Fischer habe die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren bereits maßgeblich mitgestaltet, heißt es bei Bosch. Neben seiner Verantwortung für den Unternehmensbereich Consumer Goods sei Fischer unter anderem bislang zuständig für die zentralen Wachstumsinitiativen des Unternehmens, das Portfolio-Management sowie die Entwicklung der obersten Führungskräfte des Unternehmens.