Bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Schleuser und Steuerhinterzieher in Baden-Württemberg und Berlin sind am Donnerstagabend vier Personen festgenommen worden. Das haben die Staatsanwaltschaft Baden-Baden, das Hauptzollamt Lörrach, die Bundespolizeiinspektion Offenburg und das Finanzamts Freiburg-Land am Freitag mitgeteilt. Die Festgenommenen sollen im Laufe des Freitags dem Haftrichter vorgeführt werden, weitere sieben Verdächtige sind demnach auf freiem Fuß. Zahlreiche Objekte seien durchsucht worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Baden-Baden weiter. Rund eine halbe Million Euro sei eingefroren worden.
Beschuldigte sollen Menschen eingeschleust und Steuern hinterzogen haben
Bei den insgesamt elf Beschuldigten handele es sich um Unternehmerinnen und Unternehmer der Gastronomie sowie der Kosmetikbranche. Sie stünden im Verdacht, Arbeitskräfte ausgebeutet und Löhne nicht gezahlt zu haben. Zudem sollen sie sich als Schleuser betätigt und in großem Stil Steuern hinterzogen haben.
Durchsuchungen auch in Achern, Pforzheim und Bad-Wildbad 250 Einsatzkräfte in Baden-Baden: Razzia gegen mutmaßliche Schleuser
In der Nacht auf Freitag hat die Bundespolizei in Baden-Württemberg Razzien durchgeführt. In Baden-Baden fand ein Großeinsatz mit etwa 250 Einsatzkräften statt.
Mehrere Städte und Gemeinden in BW betroffen
Der Schwerpunkt der Razzia lag in Baden-Württemberg. Betroffen waren laut Polizei die Landkreise Calw (Bad Wildbad), Böblingen, Lörrach (Rheinfelden), der Ortenaukreis (Offenburg, Achern, Oberkirch), der Enzkreis, der Zollernalbkreis (Balingen), der Rems-Murr-Kreis (Waiblingen) und Baden-Baden. In der Innenstadt von Baden-Baden hätten rund 250 Einsatzkräfte Gebäude, Geschäfte und Wohnhäuser durchsucht. Auch in Berlin habe es Razzien gegeben.