Immer mehr Linienbusse fahren elektrisch

Preiskampf bei E-Bussen: Kann BW mit der Konkurrenz aus China mithalten?

Baden-Württembergs Busunternehmen bestellen immer mehr E-Busse: etwa in Stuttgart, Ulm oder Karlsruhe. Chinesische Hersteller mit ihren preiswerten Modellen profitieren davon.

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Stand

Von Autor/in Thorsten Weik

Die DB Regio, Deutschlands größter Busnetzbetreiber, hat für die kommenden Jahre bereits mehr als 3.300 E-Busse bestellt. Diesmal teilweise auch beim chinesischen Hersteller BYD, was für Kritik beispielsweise von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) sorgte. Klingbeil forderte einen "gesunden Standort-Patriotismus". Die 200 elektrischen BYD-Überlandbusse für die DB Regio sollen in Ungarn produziert werden.

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Daimler und MAN dominieren in BW

Mit der Bestellung liegt die DB Regio im Trend. Auch in Baden-Württemberg sind chinesische Hersteller immer gefragter. Bislang wurde der Markt hierzulande von den heimischen Herstellern Daimler Buses und MAN aus München dominiert. Jetzt kommen chinesische Hersteller wie beispielsweise BYD oder Yutong dazu. Yutong ist weltweit der größte Hersteller von Bussen und hatte 2024 erstmals in Europa mehr Elektro-Bus-Neuzulassungen als Mercedes-Benz. Und das Marktpotenzial mit E-Bussen wächst rasant.

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Der Busverkehr in Oberschwaben wird umweltfreundlicher. Die Ravensburger Verkehrs- und Versorgungsbetriebe bauen die Ladeinfrastruktur für E-Busse aus, fünf neue sollen ab 2025 verkehren.

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Daimler Buses: "Branche ist preissensibel"

Ende 2024 waren in Deutschland knapp 3.400 emissionsfreie Busse auf den Straßen. Gleichzeitig haben Busbetreiber schon mehr als 9.000 neue E-Busse bestellt. Darunter auch der eCitaro von Daimler Buses, der in Baden-Württemberg gebaut wird. Die wachsende Konkurrenz nehme das Unternehmen wahr, so Daimler Buses. Der Konzern teilte dem SWR mit: "Grundsätzlich nehmen wir jeden Marktbegleiter ernst. Wir befinden uns seit jeher in einer sehr wettbewerbsintensiven und preissensiblen Branche."

Noch Heimvorteil: Werkstattnetz

Diese Preissensibilität ist jedoch das akut größte Problem. Kosten von über 100.000 Euro mehr für einen deutschen E-Bus, das summiert sich bei einer Großbestellung schnell in die Millionen. Noch punkten hiesige Bushersteller mit einem etablierten Werkstattnetz. Aber auch daran arbeiten die aufstrebenden Marktteilnehmer.

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Chinesische Marken wie Xiaomi und BYD testen am Nürburgring und setzen auf Bekanntheit durch Rekordzeiten. Der Betreiber sieht darin Teil einer größeren Entwicklung.

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Thorsten Weik
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Onlinefassung
Petra Thiele
SWR-Wirtschaftsredakteurin Petra Thiele

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