Nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Olgaeck in Stuttgart bleibt die Bewährungsstrafe gegen den Unfallfahrer bestehen. Es seien keine Rechtsmittel eingelegt worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts in Stuttgart. Das Urteil sei somit rechtskräftig.
Schadensersatz zahlen und drogenfrei bleiben
Der Mann war kürzlich zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Diese Strafe hatte das Gericht zur Bewährung ausgesprochen. Hält er sich in den nächsten drei Jahren an die Auflagen des Gerichts, muss er also nicht ins Gefängnis.
Juristische Einschätzung Bewährungsstrafe nach Olgaeck-Unfall: So wirken Reue und Ausgleich
Zu einer Bewährungsstrafe und einer sechsstelligen Summe wurde der Angeklagte im Prozess um den Olgaeck-Unfall verurteilt. Wie ist das Urteil juristisch zu bewerten?
Das Gericht verhängte zudem eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 400.000 Euro, die an die verschiedenen Opfer und ihre Angehörigen gehen. Zudem muss der Mann regelmäßig nachweisen, dass er weiter keine Drogen nimmt. Im Prozess hatte er eingeräumt, am Tag vor dem Vorfall Kokain und Schlafmittel konsumiert zu haben. "Ich hätte nicht fahren dürfen", hatte er im Gericht gesagt.
Unfall am Olgaeck in Stuttgart liegt ein Jahr zurück
Der Mann war Anfang Mai 2025 laut Anklage im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Olgaeck nahe der Stuttgarter Innenstadt mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abgekommen und in den Fußgängerbereich vor der Haltestelle gefahren. Eine 46 Jahre alte Frau kam ums Leben, acht weitere Fußgänger wurden teils schwer verletzt.