Preise, Schnee, Lifte

Feldberg, Schwäbische Alb, Schwarzwald: Alles Wichtige zur Skisaison in BW

Am Feldberg startet die Skisaison. Aber wie sind die Bedingungen für die Skiliftbetreiber? Und: Wie teuer sind die Ticketpreise und welche Lifte haben in BW offen? Ein Überblick.

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Von Autor/in Yannick Lipinski

Beste Bedingungen fürs erste Ski-Wochenende: Die Feldbergbahnen sind bereit für Wintersport und Skispaß. Am Feldberg hat am Donnerstag die Wintersaison für Jahreskarteninhaber begonnen und Freitag geht es dann offiziell los für andere Gäste. "Wir sind hier eingeschneit", sagte eine Sprecherin der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. Derzeit liegen am Feldberg laut Schneebericht zwischen 40 und 60 Zentimeter gebundener Neuschnee. Alleine 25 Zentimeter waren erst am Mittwoch dazu gekommen.

Aber wie sieht es generell in Baden-Württemberg mit dem Wintersport aus? Welche Lifte haben schon geöffnet, wie teuer sind die Ticketpreise und lohnt sich ein Ausflug in die Nachbarländer Schweiz und Österreich?

Welche Lifte haben in Baden-Württemberg offen?

Von den Liften und Bahnen am Feldberg sollen am Wochenende zunächst vier geöffnet werden, darunter der Grafenmattlift 1, die Feldbergbahn und der Resilift. Dann öffnen nach und nach die anderen Lifte. Ab 5. Dezember solle dann voraussichtlich alle Hauptbahnen laufen, so eine Sprecherin.

Ansonsten ist noch wenig los im Land. Zwar stehen die meisten Liftbetreiber in den Wintersportgebieten in Baden-Württemberg nach eigenen Angaben schon in den Startlöchern, aber bisher waren wetterbedingt - abgesehen etwa vom Kaibenlochlift am Kandel - kaum Lifte in Betrieb gewesen. Für die rund 70 Skilifte auf der Schwäbischen Alb etwa bleibt das nach Angaben einer Sprecherin des Tourismusverbands Schwäbische Alb zunächst auch so. "Der Schnee hat bisher einfach nicht ausgereicht", sagte sie.

Aktuell lohnt sich deshalb immer ein Blick auf die jeweilige Website der Betreiber, ob ein Skilift geöffnet hat oder nicht.

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Wie teuer sind Ski-Tickets geworden?

Zum Start der Ski-Saison hat der ADAC die Preise für Skipässe in Europa verglichen. Das Ergebnis: Im Vergleich zum Vorjahr steigen die Preise fast überall durchschnittlich um knapp fünf Prozent. In den meisten Gebieten zahlen Erwachsene für einen Tag rund 50 Euro. Nur an der Zugspitze und im Gebiet Oberstdorf/Kleinwalsertal liegt der Preis bei knapp 70 Euro. Familien mit zwei Kindern zahlen pro Tag in allen deutschen Skigebieten dreistellige Beträge. Am teuersten ist es für sie im Gebiet Oberstdorf/Kleinwalsertal mit rund 195 Euro - dafür ist es mit 130 Pistenkilometern auch das größte Skigebiet in Deutschland.

Wie teuer sind die Ski-Tickets in Österreich und der Schweiz?

In Österreich müssen Skifahrer laut ADAC mit etwa 10 Euro mehr pro Tag rechnen. Für Familien kostet ein Tag in den beliebten Skigebieten Ischgl und Sölden inzwischen rund 250 Euro - und damit bis zu 20 Euro mehr als im Vorjahr.

Rekordpreise fürs Skifahren muss man auch in dieser Saison wieder in der Schweiz zahlen. Im größten Schweizer Skigebiet Zermatt zahlen Erwachsene für einen Tag knapp 107 Euro, Familien mit zwei Kindern sind inzwischen bei 320 Euro. Bei der ersten Erhebung des ADAC vor zwei Jahren lag der Preis noch unter der 300-Euro-Marke. Wollen Familien einen 3-Tage-Skipass in Zermatt, wird sogar die 800-Euro-Marke geknackt: der Preis liegt bei knapp 840 Euro, fast 100 Euro mehr als im Vorjahr.

Der Automobil-Club rät deshalb dazu, die Skipässe so früh wie möglich zu buchen, am besten online. Wer außerhalb der Ferien oder unter der Woche anreise, könne zusätzlich sparen.

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Gute Nachrichten für die Wintersportler in Südbaden. Der Feldberg ist zwar mit "nur" 30 Pistenkilometern im europaweiten Vergleich ein relativ kleines Ski-Gebiet - aber auch mit den niedrigsten Preisen. Ein Tagesticket für eine erwachsene Person kostet dieses Jahr 42 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt für den günstigsten Tagespass dieses Jahr 138 Euro und damit genauso viel wie bei der ersten ADAC-Erhebung 2023. Nur das Mehrtagesticket ist teurer geworden.

Klimawandel besorgt Skiliftbetreiber

Während die Preise der Ski-Tickets vor allem viele Wintersportfans beschäftigen, haben mittlerweile viele Skiliftbetreiber große Sorgen, dass es wegen des Klimawandels nicht genug schneit. Es gebe inzwischen definitiv weniger Betriebstage, sagt etwa Sebastian Stiegeler, Bürgermeister der Gemeinde Höchenschwand im Schwarzwald, die einen Skilift betreibt. Auch auf 1.000 Meter sei man mittlerweile nicht mehr schneesicher. Zwar habe man bisher noch nicht an das Aufgeben des Liftes und der Loipen gedacht: "Allerdings ist es leider so, dass man sich schon Gedanken machen muss, ob es sich noch lohnt."

Neben den klimatischen Veränderungen bereiteten auch hohe Kosten wie etwa für Personal den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. "Wir werden sicherlich irgendwann vom Alpinen Skisport Abschied nehmen und vielleicht eher den Fokus noch mehr als bisher auf Winterwandern und Schneeschuhwandern legen." Auch die Betreiber der Skilifte am Todtnauberg sprechen von rückläufigen Besucherzahlen und durchschnittlich von jährlich etwa acht bis zehn Betriebstagen weniger als noch vor zehn Jahren. Man werde Geld nur noch in Ganzjahresprojekte stecken. "Reine Winterinvestitionen werden wir nicht mehr in großem Umfang tätigen", heißt es von dort. Man habe auch schon daran gedacht, aufzugeben.

Und auch auf der Schwäbischen Alb blickt man eher pessimistisch in die Zukunft: "Wir planen nur von Saison zu Saison", sagt Daniel Brühl, ein kleiner Skiliftbetreiber auf der Schwäbischen Alb. Wintersport dort sei schon seit den 1980ern ein Auf und Ab und die Prognosen würden immer unsicherer.

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Autor/in
Yannick Lipinski
SWR-Redakteur Yannick Lipinski

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