Mit anhaltend hohen Temperaturen und wenig Regen steigt in Baden-Württemberg die Waldbrandgefahr. In mehreren Kommunen gelten bereits Einschränkungen bei der Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen, zudem werden bei Veranstaltungen mit Feuerwerk zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
Heidelberger Schlossbeleuchtung mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen
Vor der Heidelberger Schlossbeleuchtung am vergangenen Wochenende wurden nach Angaben des Stadtmarketings trockene Flächen vorsorglich bewässert. Aus Sicherheitsgründen verzichteten die Veranstalter außerdem auf die ursprünglich geplante Pyrotechnik aus den Schlosstürmen, teilte ein Sprecher mit.
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Feuerwerk der Schlossbeleuchtung unter Vorbehalt
Die zweite Heidelberger Schlossbeleuchtung ist für den 5. September geplant - inklusive Feuerwerk. Die Durchführung stehe jedoch wie bei allen Terminen unter dem Vorbehalt, dass Wetter-, Trockenheits- und Sicherheitsbedingungen eine verantwortbare Veranstaltung zulassen, hieß es.
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Heidelberg prüft auch Laser- und Drohnenshows
Nach Angaben des Heidelberger Stadtmarketings werden die Schlossbeleuchtung und ihre einzelnen Bestandteile regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Dabei spielten Sicherheitsfragen, Umweltaspekte, technische Entwicklungen, die Historie der Veranstaltung und die Erwartungen der Besucher eine Rolle. Auch alternative Formen wie Laser-, Drohnen- oder Lichtshows würden beobachtet, seien aber nicht automatisch gleichwertige oder überall problemlos einsetzbare Alternativen. Berücksichtigt werden müssten unter anderem Auswirkungen auf Anwohner, Tiere, Natur und Verkehr sowie mögliche Blendwirkungen und die besondere Topografie Heidelbergs, so das zuständige Stadtmarketing.
"Blühendes Barock" in Ludwigsburg bewässert Sicherheitsflächen
Auch beim Festival "Blühendes Barock" in Ludwigsburg, das bereits am ersten Juli-Wochenende stattgefunden hat, sind wegen der Trockenheit zusätzliche Vorkehrungen getroffen worden. Nach Angaben der Veranstalter wurden neben den regulären Maßnahmen auch Flächen innerhalb eines sogenannten Sicherheitskreises zusätzlich bewässert.
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Feuerwerk nur mit Gefährdungsbeurteilung und Sicherheitskräften
Die Sicherheit habe bei Planung und Durchführung des Feuerwerks höchste Priorität gehabt, teilten die Veranstalter mit. Vorab sei eine umfassende Gefährdungsbeurteilung durchgeführt worden. Das Feuerwerk sei ausschließlich von zertifizierten Fachfirmen aufgebaut und abgebrannt worden. Der Abschussbereich sei abgesperrt und von brennbaren Materialien freigehalten worden. Feuerwehr und Sicherheitskräfte seien vor Ort gewesen, die Wetterbedingungen seien bis unmittelbar vor Beginn kontinuierlich beobachtet worden.
Veranstalter prüfen Alternativen zu Feuerwerk
Die Veranstalter des "Blühenden Barock" erklärten weiter, moderne Licht-, Laser- oder Drohnenshows könnten traditionelle Programmpunkte ergänzen oder teilweise ersetzen. Gleichzeitig gehöre ein Feuerwerk für viele Besucherinnen und Besucher zum traditionellen Charakter bestimmter Veranstaltungen. Deshalb werde jeweils im Einzelfall geprüft, welche Form der Inszenierung unter Sicherheits-, Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsaspekten am besten geeignet sei.
Anpassungen bei Veranstaltungszeiten werden beobachtet
Auch mögliche Verschiebungen von Veranstaltungen in weniger trockene Jahreszeiten würden laut den Veranstaltern beobachtet. Derzeit liege der Schwerpunkt aber darauf, Sicherheitskonzepte an die jeweiligen Bedingungen anzupassen. Nach bisherigen Erkenntnissen habe es bei früheren Veranstaltungen keine oder nur kleinere Vorfälle gegeben, die schnell unter Kontrolle gebracht worden seien.
"Flammende Sterne" in Ostfildern vorerst gesichert
Beim Feuerwerk-Festival "Flammende Sterne" in Ostfildern (Landkreis Esslingen) soll es nach einem Gemeinderatsbeschluss für die Jahre 2026 und 2027 weiterhin Verträge mit dem Veranstalter geben. Über eine Fortführung ab 2028 werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Dabei könnten laut Stadtverwaltung auch alternative Formate ohne pyrotechnische Show geprüft werden. Die veränderte Wetterlage im Hochsommer werde ebenso in die Überlegungen einfließen wie mögliche Anpassungen beim Veranstaltungszeitpunkt. Der Brandschutz werde bereits jetzt an die jeweiligen Wetter- und Brandgefahren angepasst, heißt es von der Stadt.
Feuerwerks-Absagen wegen Trockenheit in Frankreich und Deutschland
Absagen wegen Trockenheit gab es dagegen in Frankreich. Die elsässische Stadt Selestat sagte das Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli wegen der Hitzewelle, behördlicher Regelungen und anhaltender Trockenheit ab. Andere Städte im Elsass, darunter Straßburg und Colmar, hielten an ihren Feuerwerken fest. Weitere Absagen gab es laut einem Bericht der Zeitung "Der Volksfreund" unter anderem beim Gondelfest im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz. In Köln sagte die Stadt das Feuerwerk der Veranstaltung "Lichter für Niehl" wegen Naturschutzbedenken ab. Der Saarburger Gewerbeverband strich nach Gesprächen mit Pyrotechnikfirma, Feuerwehr und Ordnungsamt wegen der Trockenheit und akuter Waldbrandgefahr das Feuerwerk der Saarburger Markttage. Das Feuerwerk beim Moselfest Zurlauben fand dagegen statt.