Das war der Liveblog zur Hitze in Baden-Württemberg

DWD warnt vor schweren Gewittern mit Starkregen - auch Superzellen möglich, Rastatt ruft zum Gießen von Bäumen auf, Wie kommt es zu Bränden bei Erntearbeiten?

In Baden-Württemberg ist es wieder heiß. Auch in den nächsten Tagen werden Temperaturen weit über 30 Grad erwartet. Alle Entwicklungen rund ums aktuelle Wetter in unserem Liveblog.

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Das war der BW-Hitzeblog

Mit den etwas kühleren Temperaturen schließen wir unseren Liveblog rund um die Hitze in Baden-Württemberg. Wir wünschen euch zum Ende der Woche angenehme - und vor allem kühlere - Tage!

Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Steinmeier mahnt mehr Fortschritte im Umgang mit Hitze an

Zum fünften Jahrestag der Hochwasserkatastrophe von 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die Toten erinnert und bessere Vorkehrungen gegen Extremwetter-Ereignisse eingefordert. Steinmeier machte bei seiner Rede in Düsseldorf klar: "Weder beim Kampf gegen die Ursachen solcher Katastrophen noch beim Bemühen, unser Land widerstandsfähiger gegen Hitze, Dürre und Extremwetter zu machen, sind wir, ist Deutschland, ist Europa schon da, wo wir sein müssten."

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Hannah Fritsch

Waldbrände: Feuerwehren in Südbaden wollen von Frankreich lernen

Die Feuerwehren im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Deutschland bereiten sich gemeinsam auf die zunehmende Trockenheit und Waldbrandgefahr vor. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern stehe man hinsichtlich der Waldbrandvorbereitung in Südbaden noch ziemlich am Anfang, so Uwe Häubner, Leiter des Fachbereichs Feuerwehrwesen im Regierungspräsidium Freiburg. Auf der anderen Seite des Oberrheins hätten die französischen Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr mehr Erfahrung. Denn in Frankreich gibt es immer wieder große Waldbrände. Von diesem Know-How will die Feuerwehr auf der deutschen Seite profitieren, sagt Häubner. Mit dem dreijährigen Programm "TriFire" wollen sich beide Seiten besser vernetzen. Von der EU gibt es dafür drei Millionen Euro an Fördergeldern. Das Geld soll in neue Ausrüstung, Fahrzeuge und gemeinsame Übungen der Feuerwehren fließen.

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Hannah Fritsch

Massive Ernteausfälle beim Weizen

In diesem Jahr würden durch die anhaltende Trockenheit massive Ernteeinbußen drohen, berichtet der Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems - vor allem der Weizen sei betroffen. Der Vorsitzende des Verbands, Jürgen Maurer, schätzt, es könne bis zu 50 Prozent Ernteeinbußen beim Weizen geben. Der Weizen sei momentan trocken, aber noch nicht reif. Das Weizenkorn hätte sich nicht optimal entwickeln können, müsse aber trotzdem schon geerntet werden, weil es sonst vertrockne. Der Weizen lasse sich deshalb auch nicht so gut dreschen, so Maurer. Mais und Zuckerrüben würden ebenfalls unter der Trockenheit leiden.

Blaualgen-Warnung in Lindau und Eriskirch

Die anhaltende Trockenheit und Hitze sorgen am Bodensee für Probleme. Das Gesundheitsamt Kreis Lindau rät weiter davon ab, im kleinen See zu baden. Es habe sich der Verdacht bestätigt, dass sich dort Blaualgen ausgebreitet hätten. Diese könnten bei Menschen zu Hautreizungen und Durchfall führen. Für Hunde seien Blaualgen sogar lebensgefährlich. Das Wachstum der Blaualgen werde durch die hohen Wassertemperaturen gefördert, so das Gesundheitsamt.

DWD warnt vor schweren Gewittern mit Starkregen - auch Superzellen möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht für Teile Deutschlands weiterhin eine große Gefahr von unwetterartigen Gewittern. Dabei stehe vor allem der Starkregen im Fokus, der lokal extrem ausfallen könne, sagt DWD-Meteorologe Oliver Reuter. Am Mittwoch verschiebe sich die größte Unwettergefahr in den Süden Deutschlands: "Hier sind, vor allem südlich der Donau, erneut schwere Gewitter, darunter Superzellen, möglich, die Unwetter in Form von heftigem Regen, großem Hagel und schwerem Sturm hervorrufen können", so Reuter. Zentimetergroße Hagelkörner, geflutete Tiefgaragen und umgestürzte Bäume sorgten bereits am Montag und in der Nacht zum Dienstag im Norden Deutschlands für erhebliche Schäden.

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Hannah Fritsch

Immer öfter Feldbrände: Wie kann es dazu kommen?

Große Felder sind am Montag und am Wochenende unter anderem bei Heilbronn oder auch im Main-Tauber-Kreis abgebrannt. Jürgen Maurer vom Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems erklärt, Brände auf Feldern würden häufig dadurch ausgelöst, dass Steine in das Getriebe von Mähdreschern gelangten und dort Funken schlügen. Getreidebauer Reinhard Hecker aus Eppingen (Kreis Heilbronn) reinigt deshalb seine Erntemaschinen regelmäßig, damit Staub und Strohreste im Getriebe bei Überhitzung kein Feuer fangen. Vereinzelt gebe es aber bei der Ernte schon Sprühnebel-Maschinen für Wassertanks, so Jürgen Maurer vom Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems. Wenn es zu einem Feldbrand gekommen sei, ziehe die Feuerwehr bei den Löscharbeiten meist eine Schneise ins Feld, sodass sich der Brand nicht weiter ausdehnen könne, sagt Jürgen Vogt, Pressesprecher der Heilbronner Feuerwehr.

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Hannah Fritsch

Feuerwehren im Dauereinsatz: Mit besserer Ausrüstung gegen Waldbrände

Am vergangenen Wochenende mussten die Feuerwehren im Kreis Karlsruhe mehrmals ausrücken. Insgesamt hätten die Wald- und Flächenbrände in den letzten Jahren zugenommen, sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister für den Kreis Karlsruhe, Dominik Wolf. Die aktuelle Lage sei zwar angespannt, die Feuerwehren im Kreis seien deshalb aber noch nicht überlastet, so Wolf weiter. Trotzdem sei jeder Einsatz eine große Belastung, auch wegen der Hitze. Um gerade für die hohen Temperaturen besser gewappnet zu sein, wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr in den vergangenen Jahren unter anderem mit neuer Kleidung ausgestattet. Früher mussten sie bei Einsätzen auf Feldern oder im Wald trotzdem die schwere Schutzkleidung für Hausbrände tragen, erklärt Gregor Peters, Leiter der Feuerwehr Stutensee. Mittlerweile gäbe es für solche Einsätze aber leichtere Schutzkleidung, so Peters.

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Hannah Fritsch

Rastatt ruft zum Gießen der Bäume auf

Wegen der Hitze und Trockenheit sind auch die Gießdienste der Städte in Baden-Württemberg oft im Dauereinsatz. Die Stadt Rastatt appelliert nun an die Bevölkerung, beim Gießen der städtischen Grünflächen und der Bäume zu helfen. Obwohl die Mitarbeiter der Technischen Betriebe fast täglich unterwegs seien und eine externe Fachfirma zum Gießen beauftragt wurde, reichten die Maßnahmen nicht aus.

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Hannah Fritsch

Erste Gewitter über dem Westen des Landes - später Unwetter möglich

Viele Tage warten wir auf Regen - aktuell zieht das erste Regenband von Westen her über Teile Baden-Württembergs. Gewitter ziehen derzeit beispielsweise rund um Freiburg und Offenburg durch. Örtlich ist dabei Starkregen mit zu bis 15 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Nach einer kurzen Pause kann es dann aber auch in anderen Landesteilen ab dem Nachmittag schwerere Gewitter und teilweise sogar Unwetter geben. Dann sind auch vereinzelt 30 Liter pro Quadaratmeter und mehr möglich, auch Hagel bis 3 Zentimeter Größe sind angekündigt.

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Regionale Warnungen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert laufend über die Warnsituation in Deutschland. In der Wochenvorhersage und dem Warnlagebericht für die nächsten 24 Stunden wird dargestellt, in welchen Regionen mit besonderen Ereignissen zu rechnen ist.

Die Landkreiswarnungen werden sehr kurzfristig vor den Warnereignissen herausgegeben, um möglichst genau sein zu können.
Wenn Sie auf einen Landkreis auf der Karte klicken, wird Ihnen die entsprechende Warnung angezeigt.

Erneut mehrere Felder in Brand geraten

Getreidefelder, die zum Teil noch nicht abgeerntet waren, haben gestern Abend in der Region Heilbronn gebrannt. Ein zwei Hektar großes Areal brannte beispielsweise in Großrinderfeld im Main-Tauber-Kreis. Die Heilbronner Feuerwehr war mit rund 70 Einsatzkräften zudem gestern Nachmittag zu einem Flächenbrand in Neckargartach gerufen worden. Dort loderten demnach die Flammen gleich auf mehreren Feldern. Windböen hatten zudem die Ausbreitung der Flammen beschleunigt. Auch im Heilbronner Stadtteil Biberach brannten sechs Hektar.

SWR-Umweltexpertin: "Hitze setzt die Stromversorgung ordentlich unter Druck"

In Remseck am Neckar hat ein brennendes Umspannwerk für einen Stromausfall gesorgt. Unter anderem war die Hitze ein Grund für das Feuer. "Die Hitze setzt die Stromversorgung ordentlich unter Druck", sagt SWR-Umweltexpertin Katha Jansen. Das sehe man zum Beispiel an den Atomkaftwerken in Frankreich und der Schweiz, die gedrosselt werden mussten. Laut Jansen zeigen Untersuchungen: Gerade im Hochsommer nimmt Zahl der ungeplanten Stromausfälle deutlich zu. Netzbetreiber würden an verschiedenen Lösungen arbeiten.

Am Dienstag drohen teils kräftige Gewitter

Am Dienstagvormittag zieht der Regen ostwärts ab, dann wechseln sich in schwüler Luft Sonne und Wolken ab. Besonders am Nachmittag und Abend bilden sich kräftige Schauer und Gewitter - lokal besteht Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und stürmische Böen. Außerhalb der Gewitterböen weht schwacher bis mäßiger Süd- bis Westwind. Die Temperaturen steigen auf 27 Grad im Hochschwarzwald und bis 35 Grad in der Ortenau.

Am Mittwoch sind im Süden weitere Schauer und Gewitter möglich. Ansonsten bleibt es trocken und freundlich. Am Donnerstag gibt es viel Sonne und Wolken bei Temperaturen bis zu 33 Grad.

DWD: Hitzewelle im Juni setzte neue Maßstäbe

Die außergewöhnliche Hitzewelle in der zweiten Junihälfte in Deutschland und weiten Teilen Europas hat Experten zufolge meteorologische Geschichte geschrieben. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) setzte die Hitzewelle statistisch neue Maßstäbe: An 467 von 488 Stationen wurden demnach Allzeit- oder Monatsrekorde bei der Höchsttemperatur registriert. Hinzu kamen laut DWD 339 Rekorde bei dem jeweils höchsten Tagesminimum. Mehr als die Hälfte aller Stationen mit mindestens 40-jähriger Reihe habe einen Allzeitrekord der Tagesmaximum-Temperatur aufgestellt. In Deutschland hielt die Hitzewelle demnach vom 18. Juni bis 28. Juni an. Dabei sei die 40-Grad-Marke mehrmals überschritten worden. Die deutschen Werte sind laut DWD mittlerweile messtechnisch abschließend geprüft.

Hitzeschutz auch für Weidetiere nötig

Das Veterinäramt des Ostalbkreises weist Besitzer von Weidetieren auf sorgsamen Umgang mit Rindern oder Schafen wegen der Hitze hin. Weiden müssten genügend Schatten sowie ausreichend Wasser bieten, sagte die Leiterin des Veterinäramts Martina Bühlmeyer im SWR. In den vergangenen Wochen hat es demnach im Ostalbkreis mehrere Anzeigen wegen fehlendem Schatten oder Wasser für Rinder und Schafe gegeben.

Was kann eine Stadt gegen Hitze tun? Interview mit Baubürgermeisterin

Als Ludwigsburger Baubürgermeisterin ist Andrea Schwarz (SPD) auch für Hitzeschutz und Klimaanpassung zuständig. Im Interview mit dem SWR spricht sie über kommende Hitzewellen, Fortschritte bei der Klimaanpassung und strategische Entscheidungen. Was kann eine Stadt da tun? Ludwigsburg hat beispielsweise den zentral gelegenen Arsenalplatz umgestaltet. Der Platz sei früher versiegelt gewesen und als Parkplatz genutzt worden. An der Stelle habe die Stadt viele Bäume neu gepflanzt, so Schwarz. "Die neu gepflanzten Bäume müssen natürlich erst noch wachsen, um dann ein schattenspendendes Dach ausbilden zu können." Große Sorgen macht ihr beim Hitzeschutz besonders eine Sache:

Hydration Break: Hitzepausen für den Rettungsdienst in Freiburg

Hohe Temperaturen bedeuten im Rettungsdienst häufig: Dauereinsatz. Und für die Mitarbeiter damit keine Pause. An besonders heißen Tagen gibt es seit Juni in Freiburg daher eine Hydration Break - 15 Minuten Einsatzpause auf der Wache, im klimatisierten Aufenthaltsraum. Die zentrale Notruf-Leitstelle vergibt die Pausen bei Hitze - nur bei außergewöhnlichen Notfällen sollen diese unterbrochen werden. Wir haben zwei Notfallsanitäterinnen fünf Tage lang mit der Kamera in Freiburg begleitet:

Zweiter Brand bei Umspannwerk in Remseck: Warnung aufgehoben

In mehreren Kommunen im Kreis Ludwigsburg sowie im Rems-Murr-Kreis ist heute für mehrere Stunden der Strom ausgefallen. Ursache war ein Brand in einem Umspannwerk in Remseck-Aldingen (Kreis Ludwigsburg). Dieser ist laut Feuerwehr inzwischen gelöscht. Behörden hatten Anwohner vor giftigen Gasen gewarnt - auch diese Warnung wurde inzwischen aufgehoben. Grund für den Stromausfall sei eine Verpuffung und ein technischer Defekt im Umspannwerk gewesen, so die Behörden. Anwohnerinnen und Anwohner sollten zwischenzeitig Gebäude aufsuchen und in Wohnungen oder Häusern bleiben. Bereits am Sonntag war das Umspannwerk in Remseck-Aldingen von einem Brand betroffen - wegen eines Böschungsbrandes.

Remseck-Aldingen

Feuer gelöscht - Strom wieder da Zweiter Brand bei Umspannwerk in Remseck: Wieder Stromausfall in mehreren Orten

In einem Umspannwerk in Remseck hat es innerhalb weniger Stunden zweimal gebrannt. Die Folge: Stromausfall in mehreren Stadtteilen. Der zweite Brand war eine Folge des ersten.

Wie Singvögel mit Klimaveränderungen zurechtkommen

Im Botanischen Garten der Uni Tübingen fängt ein Forschungsteam Singvögel mit Netzen, um sie zu untersuchen. So will das Team herausfinden, wie verschiedene Singvogelarten in Baden‑Württemberg mit Klimaveränderungen umgehen. Den Tieren passiere dabei nichts, sagt Forscher Nils Anthes. Alle Beteiligten würden so arbeiten, dass der Stress für die Vögel so gering wie möglich bleibe. Das Team aus Freiwilligen - von Bachelorstudierenden bis zur Doktorandin - bestimmt die Vogelart, misst und wiegt die Tiere. Mit einem kleinen Ring versehen, werden sie wieder freigelassen. Die Ringe sind einmalig und ermöglichen es, einzelne Vögel wiederzuerkennen und über Jahre zu beobachten.

Wieder großer Stromausfall nach Brand im Umspannwerk

Wegen einer Verpuffung im Umspannwerk Aldingen haben Menschen in Remseck, Pattonville (Kreis Ludwigsburg) und Teilen von Fellbach (Rems-Murr-Kreis) keinen Strom. Wie die Polizei mitteilte, werde sich der Stromausfall bis mindestens 17 Uhr ziehen. Grund sei mutmaßlich ein technischer Defekt, bei dem es zu der Verpuffung mitsamt Rauch kam. Die Feuerwehr ist vor Ort. Der Vorfall sei gegen Mittag gemeldet worden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnte, dass infolge des Brandes eine Rauchgaswolke und Isoliergas einer Elektroanlage freigesetzt worden seien. "Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden. Suchen Sie ein Gebäude auf. Bleiben Sie in Wohnungen und Häusern. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, stellen Sie vorhandene Klimaanlagen ab", heißt es in der Mitteilung. Bereits am Sonntag war das Umspannwerk in Remseck-Aldingen von einem Brand betroffen - wegen eines Böschungsbrandes.

Remseck-Aldingen

Feuer gelöscht - Strom wieder da Zweiter Brand bei Umspannwerk in Remseck: Wieder Stromausfall in mehreren Orten

In einem Umspannwerk in Remseck hat es innerhalb weniger Stunden zweimal gebrannt. Die Folge: Stromausfall in mehreren Stadtteilen. Der zweite Brand war eine Folge des ersten.

Hitzeresistente Kindertageseinrichtungen gefordert

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg fordert, Hitzeschutz verbindlich als Bestandteil des Gesundheits- und Arbeitsschutzes sowie der Qualitätsentwicklung in Kitas zu verankern. Zahlreiche Kitas kämpften noch immer mit überhitzten Gruppenräumen, fehlender Verschattung und unzureichenden Außenbereichen, teilte der VBE mit. Er fordert deshalb ein landesweites Förderprogramm für "klimafeste Kindertageseinrichtungen". Dazu gehören nach Ansicht des Verbands insbesondere ein außen liegender Sonnenschutz am Gebäude, ausreichend beschattete Spiel- und Aufenthaltsflächen, Außenanlagen mit mehr Grünflächen und natürlichen Schattenspendern, moderne Lüftungs- und Kühlungskonzepte sowie die verbindliche Berücksichtigung des Hitzeschutzes bei Neubauten und Sanierungen.

Feuerwehr rettet Baby aus aufgeheiztem Auto

Feuerwehrleute haben in Tübingen einen Säugling aus einem aufgeheizten Wagen befreit. Laut Polizei hatte die Mutter mit ihrem Auto am Sonntag auf einem Parkplatz angehalten und war ausgestiegen, um zu telefonieren. Danach sollen sich die Türen verriegelt haben. Die Ursache war zunächst unklar. Die Frau setzte einen Notruf ab. Feuerwehrleute schlugen ein Fenster ein, der vier Wochen alte Säugling kam in eine Klinik.

Bis zu seiner Befreiung hatte sich das Baby zwischen fünf und zehn Minuten im versperrten Wagen befunden. Über seinen Gesundheitszustand war der Polizei nichts bekannt. "Egal, ob Mensch oder Tier in einem Wagen eingeschlossen sind: bei den aktuellen Außentemperaturen sollte man sofort Rettungskräfte rufen", sagte eine Polizeisprecherin.

Hitze macht Parmesan-Produzenten Probleme

Den Herstellern von Parmesan-Käse macht die derzeitige Hitze in Italien Probleme. Zum einen geben die Kühe bei Temperaturen von mehr als 40 Grad weniger und weniger hochwertige Milch. Zum anderen müssen die Bauern das Gras auf den Weiden derzeit bewässern - was ihre Energiekosten steigen lässt. Auch die Betreiber der Lagerhäuser, in denen der Käse ein Jahr lang reifen muss, brauchen wegen der Hitze etwa ein Drittel mehr Strom als sonst. Die Parmesan-Branche ist mit einem Jahresumsatz von 4,5 Milliarden Euro jährlich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region Emilia-Romagna.

Florian Lipowitz kämpft bei der Tour de France mit der Hitze

Für Deutschlands Radstar Florian Lipowitz kommt der erste Ruhetag bei der Tour de France am Montag wie gerufen. "Mit den Temperaturen hatten alle zu kämpfen", so der Radfahrer aus Laichingen (Alb-Donau-Kreis). Die Etappe der Frankreich-Rundfahrt am Sonntag fand etwa bei Temperaturen von 40 Grad statt.

Nach neun Etappen liegt Lipowitz im Gesamtklassement der Tour de France auf Rang sieben. Das Podium hat er angesichts von 33 Sekunden Rückstand auf den derzeit Dritten, Isaac del Toro, fest im Blick. 

Autor/in
Hannah Fritsch

Frauen leiden laut Umfrage häufiger unter der Hitze als Männer

Frauen leiden unter der extremen Hitze häufiger als Männer. Das ergab eine am Montag veröffentlichte repräsentative Umfrage für die Krankenkasse DAK-Gesundheit. Demnach fühlen sich Frauen mit 40 Prozent fast doppelt so oft von hitzebedingten Gesundheitsproblemen betroffen wie Männer (21 Prozent). Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte während der ersten großen Hitzewelle Ende Juni mehr als 1.500 Menschen befragt. Abgeschlagenheit oder Müdigkeit wird mit 71 Prozent am häufigsten genannt, Schlafprobleme liegen mit 68 Prozent auf Platz zwei. Kreislaufbeschwerden plagen 64 Prozent, Kopfschmerzen 52 Prozent.

Skispringen bei 30 Grad? Nachwuchs setzt Saison-Grundlage

Es klingt wie ein Scherz, ist für die Saison-Vorbereitung aber essenziell: In der Hitze von Degenfeld, einem Ortsteil von Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis), setzten die deutschen Nachwuchs-Hoffnungen im Skispringen am Wochenende (11. Juli) die nächste Grundlage für einen erfolgreichen Winter. Bei Temperaturen von über 30 Grad schraubten die Springerinnen und Springer an ihrer Wettkampf-Form - und kämpften um die vordersten Plätze beim Jugend-Cup.

Autor/in
Hannah Fritsch

Viele Brände bei Erntearbeiten in der Region Heilbronn-Franken

Bei der Getreideernte in der Region Heilbronn-Franken hat es am Wochenende auf zahlreichen Feldern gebrannt. Allein am Samstag zählte die Feuerwehr sieben Brände in sieben Stunden, unter anderem in Heilbronn, Schwaigern (Kreis Heilbronn), Öhringen und Künzelsau (beide Hohenlohekreis). Bereits in den vergangenen Jahren hatte es während der Ernte immer wieder gebrannt, da es in dieser Zeit meist trocken und heiß ist. Die Erntemaschinen sind stundenlang im Einsatz und heizen sich dabei ebenfalls kräftig auf. Das ist dann oft eine verhängnisvolle Kombination: Ein Funke genügt und es entsteht ein Feuer.

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Hannah Fritsch

Wegen der Hitze: Weniger Fans zum STIMMEN-Festival in Lörrach gekommen

Mit rund 13.000 Besuchern ist am Wochenende das STIMMEN-Festival in Lörrach zu Ende gegangen. Laut der Veranstalterin sind wegen der Hitze weniger Besucher spontan zu den großen STIMMEN-Konzerten auf den Lörracher Marktplatz gekommen als erwartet. Insgesamt verzeichnete die Veranstalterin 4.000 Besucher weniger als im Vorjahr. Die Auftritte mitten in der Stadt, unter anderem mit der Band "Foreigner", seien mit mehr als 10.000 Fans trotzdem wieder ein Besuchermagnet des Festivals gewesen.

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Hannah Fritsch

Niedrigwasser in den Flüssen: Atomreaktoren in Frankreich heruntergefahren

Durch die Hitze steigt in immer mehr Ländern und Regionen die Waldbrandgefahr - gleichzeitig sind Flüsse von Trockenheit bedroht. In Frankreich sind dem Kraftwerkbetreiber EDF zufolge unter anderem deshalb drei Atomreaktoren heruntergefahren worden. Sieben weitere wurden laut EDF gedrosselt. Dadurch will der Kraftwerkbetreiber nach eigenen Angaben verhindern, dass zu viel warmes Kühlwasser in die ohnehin aufgeheizten Flüsse abgeleitet wird. In Deutschland warnt der Kampfmittelräumdienst, dass wegen des niedrigen Wasserstands Weltkriegsmunition am Rheinufer sichtbar und zur Gefahr werden könne.

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Hannah Fritsch

Wie Freibad-Betreiber versuchen, Konflikte zu vermeiden

Überfüllung, Streit unter den Badegästen, Baderegeln werden missachtet. Solche Vorfälle häufen sich nicht nur in den Freibädern in Deutschland, auch in den sogenannten Badis in der Schweiz kommt es immer wieder zu Konflikten mit Badegästen. Ein Beispiel, das offenbar erste Erfolge zeigt: die Freibäder im Kanton Basel-Stadt. In Basel hat man aus den Erfahrungen der letzten Saison Lehren gezogen. Dort wird nun schneller eingegriffen. Wer sich gegenüber den Bademeistern oder den Sicherheitskräften respektlos verhält, werde sofort des Bades verwiesen, so Peter Portmann, Leiter der Gartenbäder im Kanton Basel-Stadt. 51 Hausverbote seien in dieser Saison in den fünf Basler Freibädern bisher ausgesprochen worden. Im vergangenen Jahr waren es Portmann zufolge 30 Hausverbote in der gesamten Saison.

Autor/in
Hannah Fritsch
Baden-Württemberg

Wetter in Baden-Württemberg Hitzewelle im Anmarsch: Es wird wieder bis zu 36 Grad heiß

BW steht vor einer neuen Hitzeperiode: Meteorologen erwarten für das Wochenende viel Sonne und am Oberrhein bis zu 36 Grad. Mit tropischen Nächten ist aber nicht zu rechnen.

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Wetter, Bauernregeln und mehr Hundstage markieren heißeste Zeit des Jahres: Kommt die große Hitze erst noch auf uns zu?

Die Hundstage gelten als die heißeste Zeit im Jahr. Das besagt eine alte Bauernregel. Doch wann sind sie und stimmt die Regel überhaupt?

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RKI-Zahlen für die Bundesländer Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet: Dieses Jahr bereits 790 Hitze-Tote in BW

Nach Schätzungen hat die Juni-Hitze in Baden-Württemberg etliche Todesopfer gefordert. Hitze ist dabei meist einer von mehreren Faktoren.

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Bis zu 37 Grad in Baden-Württemberg Hitzewelle erwartet: An diesen Orten kann man sich abkühlen

Das sommerliche Wetter sorgt in Baden-Württemberg teils für Temperaturen über 30 Grad. Während sich manche freuen, kommen andere ins Schwitzen. Wo es trotzdem kühl bleibt.

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Waldbrandgefahrenindex Aktuelle Gefahrenstufe: So groß ist die Waldbrandgefahr bei uns im Land

Im Sommer kommt es oft zu Waldbränden. Hier sehen Sie, wie hoch die Waldbrandgefahr aktuell bei Ihnen ist und welche Regeln Sie einhalten sollten, um einen Ausbruch zu verhindern.