Der Caritasverband Freiburg-Stadt feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Der Verband besteht seit 100 Jahren. Insgesamt rund 3.000 Gäste - darunter auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft - haben sich am Mittwoch per Livestream sowie im und am Freiburger Münster versammelt, um das zu feiern und auf das vergangene Jahrhundert zurückzuschauen.
Rund 3.000 Menschen verfolgen das Jubiläum - auch online
"Freiburg ist Caritas-Stadt", sagte Rainer Gantert, der Vorstandsvorsitzende des Stadtverbands. Denn Freiburg ist auch der Hauptsitz von Caritas International und Caritas Deutschland. Mehr als 2.000 Menschen in rund 80 Einrichtungen arbeiten in Freiburg und den angrenzenden Landkreisen für die Caritas - hinzu kommen jährlich 150 Auszubildende aus allen Teilen der Welt und hunderte Ehrenamtliche.
Wie verwurzelt die Caritas in Freiburg ist, zeigt auch das Interesse an den Feierlichkeiten im Freiburger Münster. Das Münster war voll, alle Plätze belegt: Rund 1.700 Menschen haben den Gottesdienst am Mittwochmorgen besucht. Wer keinen Platz im Inneren der Kirche fand, konnte den Festakt draußen auf einer Leinwand oder per Livestream im Internet verfolgen. Nach dem Gottesdienst wurde bis nachmittags weitergefeiert - mit Mitmachaktionen und Live-Musik.
Vorstandsvorsitzender Rainer Gantert, der am Mittwochmorgen im Münster eine Rede hielt, blickt "mit viel Dankbarkeit auf das, was wir erreichen konnten und vor allem auf die nächsten 100 Jahre." Auch im kommenden Caritas-Jahrhundert werde es immer Menschen geben, die in Notlagen sind, sagte Gantert. "Es wird auch immer die Notwendigkeit geben, diesen Menschen zu helfen, sie zu betreuen und zu begleiten."
Caritas hat heute ähnliche Herausforderungen wie vor 100 Jahren
Am 20. Juni 1925 - zu Zeiten der Weimarer Republik - wurde der Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. in das Vereinsregister eingetragen. Das Ziel: Menschen in schwierigen Lebenslagen in Freiburg mit kirchlichen Hilfsangeboten unterstützen. Auch heute, 100 Jahre später, sei es das zentrale Anliegen des Verbandes, auf akute Notlagen mit Hilfe zu reagieren. Die Herausforderungen und Angebote zur Unterstützung von damals seien mit den heutigen vergleichbar, so die Caritas.