Ein Industriegebiet im Freiburger Norden. Das Wetter: Wolkenverhangen und 14 Grad. Nicht gerade das typische Surf-Ambiente. Aktuell läuft aber genau an diesem Ort die Deutsche Meisterschaft im Rapid Surfen. Möglich macht das eine künstliche, stehende Welle. Etwa 70 Frauen und Männer gehen in unterschiedlichen Alters-Kategorien an den Start.
Amtierende Deutsche Meisterin ist in Freiburg mit am Start
Eine der Starterinnen ist Valeska Schneider aus München. Worauf genau es beim Rapid Surfen ankommt? Schneider sagt: „Perfekte Performance, perfekte Turns, viel Power“. Und die 28-Jährige weiß wovon sie spricht. Sie hat die Deutsche Meisterschaft bereits einmal gewonnen und möchte den Titel dieses Jahr verteidigen. „Die Konkurrenz ist stark, aber ich bin bereit“, sagt sie vor ihrem Viertelfinal-Run.
Neun Meter breit und bis zu ein Meter 50 hoch ist die künstliche Welle, auf der sich Valeska Schneider mit ihrer Konkurrenz misst. Erst vor einem halben Jahr wurde die Welle im Freiburger Industriegebiet aufgebaut. Jetzt ist sie schon Austragungsort einer Deutschen Meisterschaft.
Was ist Rapid Surfen?
Rapid Surfen ist eine in Deutschland noch junge Sportart. Die Deutsche Meisterschaft in Freiburg ist erst die sechste ihrer Art. Immer finden die Meisterschaften auf stehenden Wellen statt. Nicht immer ist aber auch das Wasserbecken künstlich wie bei der Deutschen Meisterschaft 2025 in Freiburg. In Hannover und Nürnberg etwa wurde die Deutsche Meisterschaft auch schon auf Flusswellen ausgetragen. Anders als die berühmte Eisbachwelle in München, auf der auch Valeska Schneider trtainiert, werden die Wellen in Hannover und Nürnberg aber künstlich erzeugt.
Der Wettbewerb läuft nach einem klaren System: Sobald beide Füße auf dem Board stehen, beginnt die Wertung. Die Surferinnen und Surfer haben dann maximal 30 Sekunden Zeit – oder bis zum ersten Sturz. Dann bewertet eine Jury den Run. In die Wertung fließen Fahrstil, Technik und die Ausführung von Tricks mit ein.
Titelverteidigerin auf dem Weg ins Rapid Surf-Finale?
Im Viertelfinale kann Valeska Schneider die fünfköpfige Jury schon mal von sich überzeugen - und das Publikum gleich mit. Mit kraftvollen Turns und spektakulären Tricks fährt sie sich ins Halbfinale. „Die Welle ist super clean und powerful“, findet Schneider. „Ich habe heute richtig viel Kraft in den Beinen gespürt und konnte meine Tricks perfekt umsetzen“, ergänzt sie zufrieden.
Ob die Kraft in den Beinen Valeska Schneider auch noch ins Finale trägt, zeigt sich am Sonntag. Auch bei den Herren fällt dann auf der künstlichen Welle in Freiburg die Entscheidung um die Deutsche Rapid Surf Meisterschaft 2025. Wer das live mitverfolgen will: Der Eintritt ist frei.