Mehrere Gedenkveranstaltungen in Südbaden

Drei Jahre Ukraine-Krieg: Ukrainische Nationalhymne erklingt in Freiburg

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine jährt sich zum dritten Mal. In Südbaden wird mit verschiedenen Aktionen an die Opfer des Krieges gedacht.

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Von Autor/in Chris Libuda, Paula Zeiler

Anlässlich des dritten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar 2022 versammelten sich rund 500 Menschen auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg. Auf ihrem Weg zum Freiburger Münster trugen sie ein Banner mit der Aufschrift "we#standwithukraine" vor sich her. Eingeladen hatte die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Freiburg. Auch in Offenburg, Kehl und Lörrach will man Solidarität mit der Ukraine zeigen.

Mehrere Menschen tragen die Farben der ukrainischen Flagge am Körper oder als Fahne.

Ukrainische Nationalhymne ertönt auf Freiburger Münsterplatz

Hunderte von Unterstützerinnen und Unterstützer hatten sich auf dem Platz der Alten Synagoge versammelt. Anschließend zogen sie durch die Stadt zum Freiburger Münster. Vor der Kathedrale wurde die ukrainische Nationalhymne gesungen. Anschließend ehrte die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Freiburg besonders verdiente Helferinnen und Helfer im Historischen Kaufhaus.

Freiburg und Ukrainer sind schon mehr als 30 Jahre zusammen.

Mehrere Menschen tragen die Farben der ukrainischen Flagge am Körper oder als Fahne.
Oberbürgermeister von Freiburg, Martin Horn (parteilos) und die Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, Oksana Vyhovska.

Oberbürgermeister Martin Horn: "Wir bleiben an der Seite der Ukraine"

Freiburg unterstützt seine Partnerstadt Lviv im Westen der Ukraine seit dem Kriegsbeginn vor drei Jahren. Die Stadt baute mithilfe von Spenden unter anderem das Rehazentrum "Unbroken" mit auf. Dort werden schwer traumatisierte Soldaten behandelt.

Lviv ist nur 1.200 Kilometer von Freiburg entfernt, betonte Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) am Montagabend. In den vergangenen Monaten wären immer weniger Hilfen und Spenden eingegangen. Deshalb sei es jetzt umso wichtiger, dass die Stadt Freiburg an der Seite der Ukrainnerinnen und Ukrainer stehe.

"Ich kann gut verstehen, dass Menschen nach drei Jahren Krieg frustriert sind. Und sich denken 'hat das nicht endlich ein Ende'", so Horn. Er wolle ja auch, dass der Krieg bald ende und Putin seine Truppen zurückschicke. Bis dahin dauere der Krieg aber weiter an und das Leid der Menschen vor Ort werde nicht weniger.

Mehrere Menschen tragen die Farben der ukrainischen Flagge am Körper oder als Fahne.
Auf dem Freiburger Münsterplatz wurde die ukrainische Hymne gesunden.

Solidaritätsaktionen von Offenburg bis Lörrach

In Offenburg zeigte die lokale Ukrainehilfe mit einer öffentlichen Kundgebung unter den Pagoden ab 16 Uhr ihre Solidarität mit der Ukraine. Auch Offenburgs Oberbürgermeister Marco Steffens (CDU) war als Redner angekündigt. Auf dem Marktplatz in Kehl (Ortenaukreis) lud die Kehler Flüchtlingshilfe ab 17 Uhr zu einer Kundgebung, in Lahr (Ortenaukreis) gab es seit dem Vormittag eine Mahnwache auf dem Schloßplatz. Und in Lörrach luden ab 16 Uhr Ukrainerinnen und Ukrainer zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Marktplatz ein.

Aber nicht nur in Südbaden, sondern in ganz Baden-Württemberg haben Kirchen, Verbände und Friedensgruppen zu zahlreichen Aktionen aufgerufen. So wird unter anderem in Tübingen, Ulm oder Mannheim an den Kriegsbeginn gedacht.

Freiburg

Spendengala für ukrainische Partnerstadt Christian Streich über Traumazentrum in Lwiw: "Die Menschen brauchen das"

Das größte Rehazentrum für ukrainische Kriegsversehrte in Lwiw wird um ein spezialisiertes Traumazentrum erweitert - auch mithilfe von Spenden aus der Partnerstadt Freiburg.