Während am Aschermittwoch Geldbeutel gewaschen und das Ende der Fastnacht betrauert wird, geht es für andere Narren in Südbaden erst so richtig los. Sie feiern die Buurefasnacht oder Burefasnet, also die Bauernfastnacht oder "alte Fastnacht" - eine Woche nach der offiziellen Fastnacht.
Buurefasnacht in Weil am Rhein: 3.500 Hästräger erwartet
In Weil am Rhein (Kreis Lörrach) werden die Tage nochmals närrisch. Am Donnerstag wird Hemdglunki gefeiert, am Samstag gibt es ein Gugge-Monsterkonzert und am Sonntag ist der Höhepunkt der Weiler Buurefasnacht: der Umzug durch die Stadt. In diesem Jahr werden mehr als 130 Gruppen erwartet. Organisator Andreas Kiesewetter erwartet bis zu 3.500 Hästräger. Mit dabei sind Fastnachtscliquen, Guggemusiken und auch Fastnachtsvereine mit eigenem Wagen. Wieder werden mehrere tausend Besucherinnen und Besucher erwartet.
Der Umzug führt durch die Stadt bis nach Altweil. "Auch dort gibt es noch Plätze in der ersten Reihe", meint Kiesewetter. Auch Versorgungsstände gibt es laut Kiesewetter entlang des Zugs ebenfalls genug.
Auch Hauingen und Sulzburg - die Narren treiben es weiter bunt
Traditionell wird die Buurefasnacht auch im Kleinen Wiesental (Kreis Lörrach) gefeiert. In Tegernau, Wies und Wieslet sind am Wochenende die Narren los. Und im Lörracher Stadtteil Hauingen herrscht ebenfalls närrisches Treiben. Auch hier ist der Höhepunkt der Buurefasnacht der große Umzug am Sonntag.
Die Narren in Sulzburg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) erwarten ebenfalls mehrere tausend Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Umzugsstrecke. Sie bleiben jedoch vom Konfettiregen verschont, denn in Sulzburg laden die Narren zum konfettifreien Fasnachtsumzug mit bis zu 3.000 Hästrägern und Guggemusikern aus dem Schwarzwald, der Ortenau und aus dem Markgräflerland ein.
Warum ist die Buurefasnacht eine Woche später?
Die Buurefasnacht gilt auch als die "alte Fastnacht". Die heutige, neue Fastnacht beginnt schon seit vielen Jahrhunderten eine Woche früher. Denn im Jahr 1091 hatten die Kirchenobersten beschlossen, die Sonntage aus der Fastenzeit bis Ostern herauszurechnen. Aus diesem Grunde wurde die Fastnacht vorverlegt und findet demzufolge vor der Buurefasnacht statt.