Diensthund Cuba, treuer Begleiter der Hundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Freiburg, ist in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Eine Rückenmarkserkrankung vor zwei Jahren hatte den belgischen Schäferhund an den Hinterbeinen gelähmt. Mit viel Hingabe und medizinischer Unterstützung wurde Cuba wieder mobil. Das Polizeipräsidium Freiburg hatte die Genesung von Cuba auf Facebook ausführlich begleitet. Doch für den Dienst als Polizeischutzhund reichte es nicht mehr. Seit dem 1. Januar 2026 genießt Cuba nun seine Rente in der Familie seines Hundeführers Sven Steib.
Polizeihund erleidet Rückenmarksinfarkt - Einschläfern war keine Option
Die Geschichte von Cuba begann mit einem Schicksalsschlag. Ein Rückenmarksinfarkt führte bei dem damals sechseinhalb Jahre alten Malinois, einer Unterart des belgischen Schäferhundes, zu einer vollständigen Lähmung der Hinterbeine. "Der Gedanke, unseren geliebten Hund womöglich einschläfern zu müssen, war für uns unerträglich", erinnert sich Sven Steib, "umso schöner war es zu sehen, wie toll sich Cuba erholte." Physiotherapie, ein Unterwasserlaufband und ein Hunderollwagen halfen ihm, wieder Freude an der Bewegung zu finden. Auch die selbstständige Verrichtung der Notdurft war nach anfänglicher Unterstützung wieder möglich. Die ärztlichen Kosten dafür übernahm das Land Baden-Württemberg.
Ein neuer Lebensabschnitt für Cuba beginnt
Dank intensiver Reha-Arbeit wurde Diensthund Cuba fast wieder vollständig gesund. Von seiner Erkrankung bleiben nur leichte körperliche Einschränkungen. Rauschgift kann er weiterhin erschnüffeln, aber als Schutzhund kann er seither nicht mehr eingesetzt werden. Im Frühjahr 2024 stand fest, dass er vorzeitig in Pension gehen würde. Doch zuvor hatte er noch eine wichtige Aufgabe: die Einarbeitung seines Nachfolgers Baldur. Auch Baldur ist wie Cuba ein belgischer Schäferhund der Unterart Malinois. Mittlerweile hat Baldur die Prüfung zum Sprengstoffspürhund erfolgreich bestanden. Als Nächstes steht die Schutzhundeprüfung an, die ihn zu einem vollwertigen Diensthund macht. "Es macht sehr viel Freude, mit Baldur zu arbeiten", berichtet Sven Steib, "und die beiden so vertraut miteinander zu erleben."
Ein Leben nach dem Dienst – Cuba bleibt bei Familie
Polizeihunde sind häufig sehr eng mit dem Hundeführer verbunden, sind Teil der Familie und fahren zum Beispiel auch mit in den Urlaub. Davon profitiert Cuba auch im Ruhestand. Denn auch ohne Dienstgrad bleibt er Teil der Familie seines Hundeführers.
Wir teilen uns nicht nur den Arbeitsplatz.
Über 9.000 Likes hat die Nachricht seiner Pensionierung innerhalb weniger Stunden auf Facebook bekommen, in hunderten Kommentaren senden ihm Nutzerinnen und Nutzer Wünsche: "Während du nun die Pfoten ausstrecken und so manchen Snack genießen darfst, lass dir gesagt sein, dass alle es dir von Herzen gönnen!", schreibt Nutzerin Sabine. Und von Andrea heißt es: "Ich weiß, sie werden dich nach Strich und Faden verwöhnen. Das hast du dir aber auch sowas von verdient."