Zwei Stunden volle Konzentration im Lastenhelikopter: Am Donnerstagmittag war er zwischen Freiburg-Lehen und dem künftigen Stadtteil Dietenbach auf niedriger Höhe im Einsatz. Er flog zwischen provisorischen Hochspannungsmasten hin und her. An einem Haken transportierte der Helikopter sogenannte Vorseile. Die werden später genutzt, um die Stahlkabel der Hochspannungsleitung in die Strommasten zu ziehen. Grund für die Neuordnung der Stromtrasse: Zwei bestehende Leitungen kreuzen zurzeit noch Teile des neuen Stadtteils Dietenbach.
Provisorische Masten bleiben ein Jahr stehen
Die neue Stromtrasse soll mit ausreichend Abstand am künftigen Stadtteil Dietenbach vorbeiführen. Zwei bestehende Stromleitungen von Netze BW und DB Energie teilen sich dafür künftig einen Mast. Diese etwas größeren Masten werden zurzeit gebaut und sollen nächstes Jahr fertig sein. Um die Stromversorgung bis dahin sicherzustellen, wurden provisorische Masten aufgestellt.
Spazialhubschrauber zieht Vorseile von Mast zu Mast
Zum Einsatz kommt ein Spezialhubschrauber für den Leitungsbau. Die Maschine kann Lasten bis zu 1.200 Kilogramm tragen. Gesteuert wird er von Einsatzpilot Toni Rainer vom österreichischen Helikopterunternehmen Sennair. Er ist aus Zell am See nach Freiburg geflogen. 25 Jahre lang fliegt er nach eigenen Angaben bereits Helikopter, für ihn ist es ein Routineauftrag.
Der Flug zwischen den Masten verlangt trotzdem Präzision. Der Abstand zu den Stahlkonstruktionen ist gering, und auf den Quermasten arbeiten Monteure, die das Vorseil aus der Luft fangen und einhängen müssen.
Laut der Stadt Freiburg liegen die Gesamtkosten der insgesamt vier Kilometer langen, neuen Hochspannungsleitung bei 26 Millionen Euro.