Seit neun Jahren war er verschwunden - jetzt hat die Bundespolizei einen weltweit gesuchten mutmaßlichen Straftäter an der Schweizer Grenze festgenommen. Ihm wird zweifacher versuchter Mord vorgeworfen.
Der heute 42-jährige Ukrainer soll in der Republik Moldau zweimal versucht haben, einen Menschen umzubringen. Nachdem ihm das nicht gelungen sei, sei er untergetaucht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei dem SWR. Am Sonntag wurde er schließlich bei einer Routinekontrolle der Bundespolizei in Küssaberg (Kreis Waldshut) entdeckt. Weil gegen ihn ein internationaler Haftbefehl vorliegt, wurde er festgenommen.
Zufällig durch Bundespolizei aufgegriffen
Warum sich der Gesuchte ausgerechnet an der deutsch-schweizerischen Grenze aufhielt, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Dass er bei der Fahrzeugkontrolle der Bundespolizei entdeckt wurde, sei reiner Zufall gewesen.
Der Mann ist seit neun Jahren von der Republik Moldau zur Fahndung ausgeschrieben. Er wurde einem Haftrichter vorgeführt und sitzt nun in Haft. Die deutsche Justiz müsse jetzt prüfen, ob er in die Republik Moldau ausgeliefert wird, erklärte der Polizeisprecher. Da der Gesuchte noch nicht verurteilt sei, müsse erst ein Gerichtsverfahren in Moldau über seine Schuld entscheiden.