Zwei Bahnstrecken zwischen Südbaden und dem Elsass bekommen neue Züge: Die sogenannten "Regiolis"-Triebwagen sollen ab kommendem Frühjahr zwischen Müllheim und Mulhouse, beziehungsweise Straßburg und Offenburg rollen. Das teilten das Verkehrsministerium in Stuttgart und die französische Region Grand-Est mit. Die neuen Züge sollten eigentlich schon früher an den Start gehen.
Neues Sicherungssystem bis Anfang 2026 fertig
Die neuen "Regiolis"-Züge sollen komfortabler sein und den Fahrgästen mehr Platz bieten. Damit sie künftig auf den grenzüberschreitenden Strecken reibungslos unterwegs sein können, müssen die Abschnitte noch mit einem einheitlichen europäischen Sicherungssystem ausgerüstet werden. Diese Arbeiten sollen Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein.
Züge sollten schon früher auf den Strecken fahren
Die modernen Züge hätten eigentlich schon längst fahren sollen, in Deutschland hatten jedoch zusätzliche Bremsversuche die Zulassung verzögert. Zuletzt hatte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) eine Inbetriebnahme im Sommer 2025 in Aussicht gestellt. Insgesamt 30 Züge dieses Typs hatte die französische Bahn SNCF bei Hersteller Alstom für etwa 388 Millionen Euro bestellt. Die Kosten trägt überwiegend die Region Grand Est. Auf Strecken in Frankreich sind die Triebwagen schon im Einsatz.
Zwischen Müllheim und Mulhouse fahren oft nur Busse
Die Nachrichten sind besonders für Pendlerinnen und Pendler aus Frankreich oder dem Markgräflerland ein Lichtblick: Die Verbindung zwischen Müllheim und Mulhouse wurde in den letzten Monaten über weite Strecken nur durch Busse bedient. Neben zwischenzeitlichen Bauarbeiten ist der Grund laut SNCF Personalmangel.