Wahl am Sonntag

Zwei Kandidaten wollen Oberbürgermeister in Villingen-Schwenningen werden

Weiter so oder Kurswechsel? In Villingen-Schwenningen treten bei der Oberbürgermeisterwahl Amtsinhaber Jürgen Roth und Herausforderer Nicolò Regina mit unterschiedlichen Ideen an.

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Von Autor/in Hardy Faißt

Am kommenden Sonntag, 4. Oktober, steht in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) die Oberbürgermeisterwahl an. Die beiden Kandidaten Jürgen Roth (63, CDU) und Nicolò Regina (56, parteilos), werben mit unterschiedlichen Schwerpunkten um das Amt.

Zwischen Kontinuität und Veränderung bei der Oberbürgermeisterwahl

Amtsinhaber Roth setzt auf Kontinuität und konkrete Zielmarken bis 2030. Er will den Haushalt ausgleichen, weitere Straßen und Wege sanieren, zusätzliche Kita-Plätze schaffen und die beiden Innenstädte aufwerten. Zudem hält er an Großprojekten wie dem Stadtteil- und Wohnbauvorhaben "Oberer Brühl" sowie einem "Zentralbad" zwischen Villingen und Schwenningen fest.

Herausforderer Regina rückt den Alltag der Stadtteile in den Fokus. Er möchte regelmäßig vor Ort mit Ortsvorstehern und Ortschaftsräten sprechen, um Probleme direkt zu erfahren. Wichtig sei ihm ein stärker spürbares Miteinander von Villingen und Schwenningen - etwa durch bessere Mobilität zwischen den Stadtbezirken, gerade auch abends.

Die Kandidaten: Zählt Erfahrung oder punktet ein Neustart?

Roth ist seit 2019 Oberbürgermeister in Villingen-Schwenningen und betont seine lange Verwaltungserfahrung. Er beschreibt sich als pragmatisch, verlässlich und stark vernetzt, mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund für schwierige Haushaltslagen. Roth war vor seinem Amtsantritt Bürgermeister der Gemeinde Tuningen (Schwarzwald-Baar-Kreis).

Regina arbeitet beim Kommunalen Ordnungsdienst der Doppelstadt und stellt seine Kandidatur bewusst als Gegenentwurf zum Amtsbonus dar. Er will nach eigenen Worten ein "Oberbürgermeister für die ganze Stadt" sein - gerade auch für die Menschen hinter der Verwaltung, betont er. Zentral sei für ihn, dass sich niemand abgehängt fühle, besonders Kinder und Jugendliche.

Aus vier Bewerbungen werden zwei Kandidaten

Zunächst hatte es insgesamt vier Bewerbungen auf das Amt gegeben. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Souad Khemiri hat ihre Kandidatur aber nach nur wenigen Tagen wieder zurückgezogen und dem 37-jährigen Matthias Beck fehlten die notwendigen Unterstützerunterschriften für eine offizielle Kandidatur. Wie lokale Medien berichten, wollen beide den Sprung ins Rathaus nun über die so genannte "freie Zeile" auf dem Stimmzettel schaffen.

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