Nachdem in Freiburg über mehrere Wochen hinweg tote und verletzte Tauben gemeldet wurden, hat die Polizei nun einen Tatverdächtigen ermittelt. Ein 65-jähriger Mann soll im Freiburger Stadtteil Stühlinger mehrere Vögel mit nadelähnlichen Geschossen und Luftdruckmunition verletzt und getötet haben.
Wie die Polizei am Montag mitteilt, wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung belastende Beweise sichergestellt. Die Behörde spricht von einem Erfolg in den Ermittlungen. Auf Nachfrage des SWR bestätigte ein Polizeisprecher, dass die Durchsuchung im Stadtteil Stühlinger erfolgt sei.
Zeuge beobachtete Taube mit Nadel im Kopf
Ein Anwohner hatte Mitte April der Polizei gemeldet, dass ihm in seiner Nachbarschaft Tauben mit nadelähnlichen Geschossen im Körper aufgefallen waren. Besonders ins Auge gefallen war ihm den Angaben nach eine noch lebende Taube mit einer Nadel quer durch den Kopf.
Daraufhin leitete die Polizei die Ermittlungen ein. Dabei arbeitete sie mit Tierschützern und dem Veterinäramt zusammen. Um die zehn Meldungen seien über den Zeitraum insgesamt eingegangen, so der Sprecher - darunter neben verletzten und getöteten Tieren auch Meldungen von Schussgeräuschen.
Nicht bekannt, wie viele Tauben betroffen sind
Wie viele Tiere insgesamt betroffen sind und ob der Verdächtige für alle Fälle verantwortlich ist, ermittelt nun weiter die Polizei. In den kommenden Tagen würden außerdem weitere Zeugen und der Tatverdächtige vernommen werden, so der Sprecher.
Ein mögliches Tatmotiv sei demnach nicht bekannt. Der 65-jährige Mann steht in Verdacht unter anderem gegen das Tierschutz-, das Waffen- und das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen zu haben.