Es ist eines der spektakulärsten Events zur Fastnacht in Südbaden: die Da-Bach-na-Fahrt in Schramberg im Kreis Rottweil. Jahr für Jahr lockt die Veranstaltung Tausende Schaulustige nach Schramberg. In diesem Jahr gingen rund 40 Teams mit ihren selbst gebauten Zubern wieder an den Start. Skurrile Namen durften natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Unter anderem mit dabei: die "Schramberger Salamanderbuben", das Team "Geischderstadt" oder das Team "Shit happens".
Brühzuber ursprünglich für Schlachtschweine
Jedes Jahr fahren 40 geschmückte Holzzuber in Schramberg "da Bach na" - also den Bach hinunter. Drei Wochen vorher bekamen die 80 Fahrer bei der Zuberausgabe einen echten Brühzuber aus Holz. Mit den Zubern wurden früher ursprünglich geschlachtete Schweine gebrüht. Nach der Ausgabe bastelten die Teams in liebevoller Arbeit, passend zu einem selbst gewählten Motto, ihren Holzzuber für die Da-Bach-na-Fahrt.
Zuberumzug am Vormittag
Am Rosenmontag startete ab etwa 10:30 Uhr ein Umzug mit dekorierten Zubern durch die Schramberger Innenstadt - bis zum Aufstellplatz an der Neuen Brücke. Hier hatten die Zuschauer die Möglichkeit, die Zuber in ihrer vollen Pracht und vor allem unversehrt zu bestaunen.
Von der Holzrampe ab ins Wasser
Über eine Holzrampe ging es für die Zuber samt Besatzung dann auf den Kirchbach, wie dieser Teil der Schiltach in Schramberg genannt wird. Mitglieder der Schramberger Feuerwehr halfen den mutigen Teams beim Herabgleiten der Holzrampe in das Wasser. Bevor es mit den rund 40 Teams losging, befuhr eine Abteilung der Stadtmusik Schramberg die Strecke. Musizierend fuhren sie mit ihren Zubern auf der Schiltach hinab.
So hat SWR4 in den Regio-News um 16:30 Uhr zur Da-Bach-na-Fahrt in Schramberg berichtet:
Wichtiger Teil der Tradition: die Da-Bach-na-Fahrer-Rufe
Die tausenden Zuschauer entlang der Schiltach wurden Teil des Spektakels. Denn, wenn die mutigen Kapitäne und Kapitäninnen mit ihren Zubern vorbeifahren, schreien sie in der Regel bestimmte Da-Bach-na-Fahrer-Rufe. Diese werden dann vom Publikum erwidert. Auch die Live-Kommentatoren greifen die Sprüche immer wieder auf.
Die wichtigsten Sprüche lauten: "Kanal - voll". "Kanal" schreit die Besatzung, "voll" schreien die Zuschauenden. "Badsch - nass". Hier gilt ebenso: "Badsch" schreit der Fahrer, "nass" die Zuschauenden. Dieser Ruf kommt in der Regel, wenn ein Fahrer ins Wasser gefallen ist. Wenn die mutigen Kapitäne und Kapitäninnen trockenen Fußes am Ende der Strecke ankommen, schreit die Zuberbesatzung dann: "Furz" und die Zuschauenden antworten: "trocken".