Frauenfußball in der Schweiz

Was bleibt von der Europameisterschaft der Frauen 2025?

Die Frauen-EM 2025 hat die Schweiz in Fußballstimmung versetzt. Was bleibt vom Hype? Ein Besuch bei den E-Juniorinnen in Schaffhausen, direkt an der deutsch-schweizerischen Grenze.

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Von Autor/in Paula Kersten, Carolin Mettler, SRF, Andrea Turnherr, SRF

Die Frauen-EM 2025 sorgte für neue Impulse im Frauenfußball – auch in Schaffhausen. Die E-Juniorinnen der Spielvereinigung trainieren bereits mit Begeisterung, viele von ihnen inspiriert von den großen Vorbildern der Heim-EM. Gleichzeitig stoßen Vereine in der Region auf praktische Grenzen: Es fehlen Fußballplätze, Garderoben und Ressourcen.

Frauen-Vorbilder im Fußball inspirieren Nachwuchsspielerinnen

Auf dem Platz in Schaffhausen kicken schon die Jüngsten. Die E-Juniorinnen der Spielvereinigung Schaffhausen sind zwischen neun und elf Jahre alt. Einige von ihnen wurden durch die Europameisterschaft im vergangenen Jahr inspiriert – darunter auch die neunjährige Lena. "Ich habe gesehen, wie sie Fußball spielen und dann habe ich gedacht, irgendwann kannst du das auch mal werden", erzählt sie. Auch die elfjährige Ronja ist mit Leidenschaft dabei. "Mein Papa hat mich schon mit sieben Jahren ins Stadion mitgenommen. Ich fand das schon immer megacool."

Fußballspielerinnen trainieren auf dem Platz in bunten Leibchen
E-Juniorinnen der Spielvereinigung Schaffhausen in der Schweiz.

Trainiert werden die Mädchen von Pascale Pfeiffer. Sie ist selbst aktive Fußballerin. Während des Trainings erzählen die Nachwuchsspielerinnen von eigenen Ideen, wie sie etwa den Elfmeter von Chloé Kelly, einer englischen Spielerin, nachstellen wollen.

Langsam gibt es auch Frauen-Vorbilder, das ist megacool. Aber dass wir jetzt völlig überrannt worden wären, ist nicht der Fall.

Denn der große Hype nach der EM sei in Schaffhausen und auch bei anderen Vereinen ausgeblieben.

Für gleiche Bedingungen muss noch viel passieren

Doch dass der Ansturm nicht so groß war, entlaste manche Vereine sogar. Es fehle an Frauen-Garderoben und Fußballplätzen, erklärt Michael Kummer, Co-Präsident der Spielvereinigung Schaffhausen. "Das heißt, wir müssen gut planen, damit es keine Überschneidungen gibt. Darum ist es auch schwierig, für die Vereine Vollgas zu geben", so Kummer.

Auch der Schweizerische Fußballverband arbeite daran, die Bedingungen zu verbessern. Angesprochen auf die bestehenden Schwierigkeiten der Vereine betont die Direktorin des Frauenfußballs, dass sie vor allem einen Rahmen setzen können, dies aber Zeit brauche.

Wir können unterstützen, Hilfestellung leisten. Aber wir können auch nicht von heute auf morgen zig Spielfelder bauen oder Garderoben.

Hohe Ziele hat sich der Fußballverband gesetzt, die erreicht werden sollen. Doch bis Mädchen wie die Juniorinnen in Schaffhausen unter gleichen Bedingungen wie die Jungs spielen können, wird es noch viel Zeit und Planung brauchen.

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David Pister
David Pister arbeitet als multimedialer Reporter im SWR Studio Freiburg.
Autor/in
Paula Kersten
Carolin Mettler, SRF
Andrea Turnherr, SRF

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