Grabungen sollen neue Erkenntnisse bringen

Archäologen untersuchen Pfahlbausiedlung bei Bad Waldsee

5.700 Jahre alt ist die Pfahlbausiedlung bei Bad Waldsee (Kreis Ravensburg). Mit neuen Ausgrabungen wollen Archäologen jetzt noch mehr über die Siedlung herausfinden.

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Von Autor/in Florian Peking

Die Pfahlbausiedlung Reute-Schorrenried haben Forscher im Jahr 1934 entdeckt. Weitere Ausgrabungen fanden in den 1980er-Jahren statt. Die Fundstelle gehört laut Regierungspräsidium Stuttgart (RP) zu den wichtigsten Feuchtbodensiedlungen Oberschwabens.

Forscher untersuchen Zustand und Ausdehnung der Pfahlbausiedlung

Nun wird die Siedlung vom Landesamt für Denkmalpflege (LAD) erstmals wieder untersucht. Im Zentrum der neuen Grabungen steht vor allem die Frage nach ihrem Erhaltungszustand. Die Experten wollen unter anderem aber auch herausfinden, wie groß die Siedlung war.

Die Pfahlbausiedlung wurde 3738 vor Christus gegründet und bestand wohl aus zwei Dutzend Häusern. Deren Fußböden waren im feuchten Untergrund teilweise noch gut erhalten.

Besondere Gegenstände wurden in der Siedlung gefunden

Bei früheren Ausgrabungen haben Forscher schon viele besondere Stücke gefunden. Zum Beispiel einen der ältesten Kupferdolche in Baden-Württemberg, Textilreste oder gut erhaltene Holzgefäße.

Kupferdolch-Klinge aus Reute-Schorrenried mit Rekonstruktion.
Einer der ältesten Kupferdolche aus Baden-Württemberg wurde in Reute-Schorrenried gefunden.

Die neuen Grabungen dauern noch bis Ende September. Gruppen können sich für Führungen vor Ort beim Regierungspräsidium Stuttgart anmelden. Außerdem ist die Grabung am Dienstag, 19. August, und am Dienstag, 2. September, jeweils von 15 bis 17 Uhr für alle Interessierten offen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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Florian Peking
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