In Kißlegg im Kreis Ravensburg sind am Donnerstag 26 junge Laubfrösche an einem Tümpel angesiedelt worden. Insgesamt sollen es in diesem Jahr 200 Frösche werden. 100 weitere werden in einem anderen Tümpel angesiedelt. Das Landratsamt, die Heinz Sielmann Stiftung und der Landschaftserhaltungsverband Ravensburg setzen sich dafür ein, dass sich die Tiere wieder stärker im Kreis ausbreiten. Gesucht werden dafür zahlreiche Flächen, in denen die Laubfrösche wieder beheimatet werden können.
Anblick von Laubfröschen im Kreis Ravensburg immer seltener
Der Laubfrosch gilt laut Roter Liste als gefährdete Art in Deutschland. Im Kreis Ravensburg ist der Bestand nach Erkenntnissen einer Studie, die von der Sielmann Stiftung und dem Landschaftserhaltungsverband Ravensburg in Auftrag gegeben wurde, immer weiter zurückgegangen: Waren es früher mehr als 300 Orte im Kreis Ravensburg, an denen der Laubfrosch lebte, sind es aktuell nur noch rund 30 Standorte, an denen er heimisch ist.
Neue Tümpel entstehen für den Laubfrosch
Das Projekt "50 Tümpel für den Laubfrosch" soll neuen Lebensraum für den Laubfrosch im Kreis Ravensburg schaffen. Ziel ist es bis 2027 neue Tümpel anzulegen oder bestehende zu renaturieren, so dass sich der Frosch wieder ansiedeln kann. Landwirte, Kommunen und Privatbesitzer haben dafür Flächen zur Verfügung gestellt. Gesucht werden aber auch noch weitere Grundstücke, besonders rund um den Altdorfer Wald, wie etwa in Schlier oder in Baindt. Finanziert wird das Projekt in großen Teilen von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg.
Erstmals junge Laubfrösche angesiedelt
Am Donnerstag wurden nun erstmals junge Laubfrösche an einem neu entstandenen Tümpel ausgesetzt. Der Landschaftserhaltungsverband Ravensburg hat dafür im Frühjahr Laich eingesammelt und in einer Aufzuchtstation aufgezogen. In den kommenden Jahren sollen jährlich mehrere hundert Frösche an verschiedenen Tümpeln in der Region ausgesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.