Ein einzigartiges postmodernes Kunstwerk der Architektur in Singen erhält besondere Anerkennung: Der Urnenfriedhof auf dem Singener Waldfriedhof ist vom baden-württembergischen Landesamt für Denkmalpflege offiziell zum Kulturdenkmal ernannt worden. Die 40 Jahre alte Anlage ist als Atrium, Paradies und Kreuzgang konzipiert. Sie wurde von dem Architekten, Bühnenbildner und Landschaftsgestalter Hans Dieter Schaal (1943-2025) entworfen.
"Geistreiche Architektur" mit Allee, Atrium und Tempelanlage
Der Urnenfriedhof beeindruckt laut Regierungspräsidium Stuttgart durch seine streng symmetrische Gestaltung: Eine Eichenallee führt zu einer offenen Halle mit markanten Pfeilern und einem zentralen Brunnen, gefolgt von einer steilen Treppe hinauf zu einer Tempelanlage. Gebaut wurde der ganz in Weiß gehaltene Urnenfriedhof 1985 und 1986. Bereits kurz nach der Fertigstellung lobte die Fachzeitschrift "Bauwelt" die "spektakuläre Anlage", die zeige, "wie geistreich Architektur sein kann".
Der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Claus Wolf, sagte, der Urnenfriedhof in Singen sei ein künstlerisch hochbedeutendes Zeugnis postmoderner Friedhofsarchitektur im Land.
Wir bewerten den Urnenfriedhof in Singen als singuläres, künstlerisch hochbedeutendes Zeugnis postmoderner Friedhofsarchitektur im Land.
Auf dem Waldfriedhof Singen finden laut Stadtverwaltung jährlich etwa 500 Beisetzungen statt. Davon seien zwei Drittel Urnenbestattungen.