Hackerangriff auf Gemeinderatssitzung

Hakenkreuze in Gemeinderatssitzung in Bodman-Ludwigshafen: Staatsschutz eingeschaltet

Nach den Störungen einer Gemeinderatssitzung in Bodman-Ludwigshafen, bei der Hacker Pornobilder und Hakenkreuze abgespielt haben, ermittelt jetzt der Staatsschutz.

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Die Gemeinde habe den Staatsschutz informiert, weil als erstes auf den Bildschirmen der Gemeinderäte und externen Zuschauer Hakenkreuze aufgetaucht seien, erklärte eine Sprecherin der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen auf SWR-Anfrage. Diese seien auch länger zu sehen gewesen als die Pornoaufnahmen, die ebenfalls auf den Monitoren auftauchten. Wer die beiden Unbekannten sind, die sich in die im Internet übertragene Sitzung am Dienstag eingewählt hatten, ist völlig unklar.

Vorfall bei Gemeinderatssitzung

An der Gemeinderatssitzung hatten etwa 20 Menschen im Sitzungssaal von Bodman-Ludwigshafen teilgenommen und bis zu fünf weitere auf der Video-Übertragungsplattform Zoom. Nach etwa einer halben Stunde sei statt der Präsentationen ein Pornofilm auf den Bildschirmen zu sehen und hören gewesen, auch Hakenkreuze. Das bestätigte eine Gemeindesprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte der "Südkurier" darüber berichtet.

Gemeinde Bodman-Ludwigshafen reagiert

Die Gemeinde hat nun Änderungen für künftige Sitzungen angekündigt. Über die Sommerferien werde sie auf eine andere Video-Übertragungsplattform umstellen, die letzte Sitzung vor den Ferien in der kommenden Woche müsse aber noch per Zoom stattfinden. Die Sitzungen der Gemeinde werden schon seit Jahren im Internet übertragen.

Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter. Die Gemeinde hatte Anzeige erstattet. Es ermittelt laut Gemeinde die Spezialeinheit für Cybercrime in Rottweil.

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SWR