Man habe die Schifffahrt buchstäblich bis zum letzten Zentimeter aufrechterhalten, heißt es am Donnerstag von den Bodensee-Schiffsbetrieben (BSB) in Konstanz. Jetzt sei der Punkt erreicht, an dem die Gefahr, in einer Hafeneinfahrt stecken zu bleiben, zu groß geworden sei. Daher werde die Schifffahrt der BSB-Schiffe auf dem Untersee "zum Schutz der Fahrgäste und Schiffe" bis auf Weiteres eingestellt.
Niedrigwasser: Schweizer Schiffe fahren weiter auf dem Untersee
Konkret werden nun die Häfen in Radolfzell, Iznang, Mannenbach und Reichenau nicht mehr angesteuert. Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) fährt laut Fahrplan vorerst noch im Untersee, allerdings werden die Häfen von Wangen auf der Höri und Mammern nicht angefahren. Ab dem 5. Oktober laufen die Schweizer Schiffe auch Konstanz und Kreuzlingen nicht mehr an.
Der Bodenseepegel ist seit Monaten aufgrund der Trockenheit außergewöhnlich niedrig. Der Pegel in Konstanz liegt gut einen Meter unter dem langjährigen Mittelwert für Anfang Oktober.