Am Dienstag ist der Deutsche Schulpreis verliehen worden - die renommierteste und höchstdotierte Auszeichnung für Schulen in Deutschland. Er geht in diesem Jahr an eine Grundschule in Berlin. Unter den Nominierten waren auch drei Schulen aus Baden-Württemberg. In Konstanz machte sich die Gemeinschaftsschule Gebhard Hoffnungen auf den Preis. Sie bekam keine Auszeichnung, erhält aber als Finalist einen Anerkennungspreis von 5.000 Euro.
Schulleiterin Charlotte Dreßen war allein schon wegen der Nominierung stolz:
Nominierung für Gebhardschule in Konstanz eine Ehre
Der Weg ins Finale war anspruchsvoll: Über 100 Schulen hatten sich beworben. Eine 50-köpfige Jury wählte zunächst 20 Schulen aus, die sie dann vor Ort besuchte. In der Gemeinschaftsschule Gebhard in Konstanz war sie im April. Rund 1.400 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule. Sie können hier sowohl Abitur machen, als auch einen Hauptschul- oder Realschulabschluss.
Für Schulleiterin Charlotte Dreßen war allein die Nominierung beim Deutschen Schulpreis eine große Ehre. Für sie sei eine Schule besonders, wenn sie es schaffe, mit den Rahmenbedingungen gute Lernumfelder zu schaffen. Dazu zählten Schüler, Lehrer, Eltern, aber auch die Räumlichkeiten.
Was macht eine gute Schule aus? Deutscher Schulpreis: die GMS Gebhard in Konstanz ist nominiert
Die Gemeinschaftsschule Gebhard in Konstanz ist für den Deutschen Schulpreis nominiert. Eine Jury muss nun entscheiden, ob die Schule in die Endausscheidung kommt.
Für die Jury des Deutschen Schulpreises steht die Frage im Mittelpunkt, wie Schulen Lehren und Lernen so gestalten, dass alle Schüler bestmöglich gefördert werden. Dafür bewertet sie die Schulen in insgesamt sechs festgelegten Bereichen. Hierzu zählen etwa die Unterrichtsqualität, der Umgang mit Vielfalt, aber auch das Schulleben. Auch spielt eine Rolle, wie vernetzt die Schule ist und wie sie systematisch versucht, sich zu verbessern.
Deutscher Schulpreis: 100.000 Euro für den Gewinner
Hinter dem Deutschen Schulpreis stehen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert. Außerdem werden fünf weitere Preise in Höhe von je 30.000 Euro vergeben. Überreicht wurden die Preise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Neu war in diesem Jahr der Themenpreis "Demokratiebildung". Ausgezeichnet wurden damit Schulen, die demokratische Prozesse besonders fördern. Einer dieser mit 30.000 Euro dotierten Preise ging nach Baden-Württemberg an die Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe.
Preis für Demokratiebildung Deutscher Schulpreis 2025: Karlsruher Schule in Berlin ausgezeichnet
Mitbestimmung statt nur Mitlaufen: Die Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe zeigt, wie Demokratie in der Schule gelebt werden kann und wird dafür bundesweit ausgezeichnet.