Die Zahl der Flüchtlinge geht zurück: Im ersten Halbjahr 2025 sind deutlich weniger Geflüchtete in der Region Bodensee-Oberschwaben angekommen als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Das bestätigten die Landratsämter der Kreise Biberach, Konstanz, Sigmaringen und Ravensburg auf SWR-Anfrage.
Größte Personengruppe stammt aus Ukraine
Im Kreis Sigmaringen sank die Zahl neuer Flüchtlinge im ersten Halbjahr um gut 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Eine ähnliche Entwicklung beobachtet der Kreis Biberach - 391 Menschen kamen im ersten Halbjahr 2024 an - in diesem Jahr waren es bis Ende Juni 163, also nicht einmal halb so viele. Die größte Personengruppe stammt aus der Ukraine, gefolgt von Syrien.
Rückbau ehemaliger Flüchtlingsunterkünfte im Kreis Konstanz
Aufgrund der geringeren Flüchtlingszahlen hat beispielsweise der Kreis Konstanz bereits drei ehemalige Unterkünfte in Leichtbauhallen zurückgebaut. Auch der Kreis Ravensburg hat schon einzelne Mietobjekte gekündigt - acht bisherige Unterkünfte sollen bis Ende des Jahres leer stehen und nur bei Bedarf wieder belegt werden.
Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt für Geflüchtete
Eine Herausforderung für die Kommunen ist aktuell die Anschlussunterbringung. Zudem hätten Geflüchtete Schwierigkeiten, im angespannten freien Wohnungsmarkt eine Unterkunft zu finden.