Lebenswichtiges Ehrenamt

Die Wasserretter vom Bodensee: Unterwegs mit der DLRG

Die ehrenamtlichen Wasserretter von der DLRG retten Leben – zu jeder Uhrzeit, bei jedem Wetter und fast umsonst. Der SWR hat sie bei schwierigen Einsätzen und Übungen begleitet.

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Von Autor/in Sabine Steinfurth

Ob im Bodensee, in Badeseen, in Flüssen oder bei Hochwasser: Die Wasserretter von der DLRG sind im Einsatz, wenn es ernst wird. Die SWR-Landesschau hat die Ehrenamtlichen begleitet und zeigt eine ganze Woche lang ihren spannenden Alltag. Los geht es auf dem Bodensee und am Schloss-See Salem.

"Ich brenne für die DLRG, weil wir hier gemeinsam als Team Leben retten können", sagt Florian Daniels. Er ist Bootsführer bei der DLRG in Langenargen (Bodenseekreis). Unterwegs sind er und sein Team auf der "ARGUNA" - dem neusten Rettungsboot der Wasserretter am Bodensee.

Immer wieder gehen Notfälle tödlich aus

Sie üben, Verunfallte aus dem Wasser zu retten. Vergangenes Jahr haben sie so einen echten Notfall miterlebt. Im November 2024, auf dem Weg zur Regatta der Eisernen vor Konstanz, kenterte das Segelschiff von zwei Teilnehmern. Nach einer langen und großangelegten Suche fanden die Retter der DLRG beide tot im Bodensee.

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Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, üben die Ehrenamtlichen so oft wie möglich. "Wir wissen, dass ein Mensch nach drei Minuten unter Wasser schwerwiegende Schäden erleidet und deswegen geht’s für uns da um jede Sekunde", berichtet Florian Daniels.

Gewässer bergen etliche Tücken

Im Ernstfall um jede Sekunde geht es auch bei den DLRG-Ehrenamtlichen am Schloss-See in Salem (Bodenseekreis). An sehr heißen Sommertagen kommen bis zu 7.000 Badegäste hier her.

Der scheinbar kleine See birgt für die Wasser-Retter aber etliche Tücken. "Das Wasser kann sehr trüb sein und wenn wir dann Leute suchen, dann ist es wirklich eine große Herausforderung, sie auch zu finden", sagt Alexander Bernhardt, Rettungsschwimmer bei der DLRG Bodenseekreis.

Unvernunft ist der häufigste Grund für Notfälle

Bei einem so weit verzweigten See können die Rettungsschwimmer unmöglich jeden einzelnen Badegast überblicken. Unvernunft sei der häufigste Grund für Notfälle:

Leute gehen ins Wasser, die nicht schwimmen können, Leute überschätzen sich wahnsinnig. Oder Eltern vernachlässigen ihre Aufsichtspflicht und schauen nicht nach ihren Kindern.

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Erstmals publiziert am
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Onlinefassung
Florian Peking
SWR-Redakteur Florian Peking Autor Bild
Autor/in
Sabine Steinfurth
SWR-Redakteurin Sabine Steinfurth Autorin Bild

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