Sie ist ein besonderer Hingucker im Frühling: die blau-violette Irisblüte. In den kommenden Wochen erreicht sie ihren Höhepunkt. Schon jetzt sind die Blumen gut im Naturschutzgebiet Eriskircher Ried (Bodenseekreis) zu sehen. Wie üppig die Farbenpracht in diesem Jahr ausfällt, das allerdings ist noch offen.
Setzt die Trockenheit der Irisblüte im Eriskircher Ried zu?
Bislang präsentierten sich die sibirischen Schwertlilien - umgangssprachlich "Iris" genannt - noch nicht so imposant wie in anderen Jahren, heißt es vom Naturschutzzentrum in Eriskirch. Die Trockenheit der vergangenen Wochen könnte sich auf die Pflanze ausgewirkt haben. Noch allerdings ist etwas Zeit. Die volle Pracht der Irisblüte wird mit den Pfingstferien in der letzten Mai- und ersten Juniwoche erwartet.
Monitoring soll Bestand der sibirischen Schwertlilie erfassen
Wie sich Umwelteinflüsse auf den Bestand der seltenen Blume auswirken, darüber könnte künftig auch ein neues Monitoring wichtige Erkenntnisse liefern. Auf mehreren Flächen, jeweils rund neun Quadratmeter groß, möchte das Naturschutzzentrum den Bestand der sibirische Schwertlilie über Jahre zählen. Zusätzlich sollen auch weitere Messdaten erfasst werden, etwa Feuchtigkeit und Lichtverhältnisse am Boden.
Die sibirische Schwertlilie ist eine heimische Pflanze, die auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft wird. Nach Angaben des Naturschutzzentrums ist sie nur noch selten in der freien Natur zu sehen. Sie benötigt feuchte Böden. Am Bodensee wächst sie beispielsweise auch im Wollmatinger Ried (Kreis Konstanz).
Irisblüte - Besuchermagnet für das Naturschutzzentrum in Eriskirch
Die sibirische Schwertlilie lockt jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Eriskircher Ried. Das Naturschutzzentrum zählt zur Irisblüte an seinem Standort am Bahnhof in Eriskirch deutlich mehr Besucher als sonst. Etwa 3.000 der jährlich rund 11.000 Besucher kommen in dieser Zeit. Für Interessierte bietet das Naturschutzzentrum auch verschiedene Führungen zur Irisblüte an.