Im Bodenseekreis sind wegen Krötenwanderungen erste Straßen gesperrt worden. Wenn die Nächte nicht mehr ganz so kalt sind, regen sich die ersten Amphibien unter dem Laub und wagen sich aus ihren Verstecken. Ist es dazu noch feucht und regnerisch wie derzeit, dann machen sich nicht nur Kröten, sondern auch Frösche, Molche und andere Amphibien auf den manchmal gefährlichen nächtlichen Weg zu den Laichgewässern.
Amphibien in der Nähe des Bodensee wandern meist als erste los
Nicht unter fünf Grad sollten die Temperaturen nachts sein, damit sich die kleinen Tiere auf den Weg zu einem nahe gelegenen Weiher, See oder Feuchtgebiet machen. Da es in der Nähe des Bodensees meist etwas wärmer ist, beginnen in der Regel dort die ersten Wanderungen. Nach und nach machen sich dann auch die Amphibien im Landesinneren auf den Weg.
Nächtliche Straßensperrungen wegen Krötenwanderung
Doch viele Laich-Wanderungen enden tödlich. Jedes Jahr werden auf den Straßen zahlreiche Tiere überfahren. Von mehreren Tausend Kröten pro Wanderstrecke bleiben am Ende nur wenige Hundert übrig, heißt es vom Bodenseekreis. Deshalb gibt es in den kommenden Wochen wieder Straßensperrungen in den Abend- und Nachtstunden, beispielsweise bei Uhldingen-Mühlhofen.
Aber auch in anderen Landkreisen ist man vorbereitet, etwa bei Meßkirch im Kreis Sigmaringen oder auch in der Stadt Konstanz, wo unter anderem nachts Straßenabschnitte in den Ortsteilen Dettingen und Dingelsdorf gesperrt bleiben.
Helferinnen und Helfer dringend gesucht
Auf der ebenfalls nachts gesperrten Zufahrt zur Uni Konstanz unterstützen freiwillige studentische Helfer aus der Fachrichtung Biologie den Schrankendienst. Zudem sind in allen Regionen Helferinnen und Helfer gesucht, die Kröten, Frösche und Molche in Eimern über die Straße tragen wollen.