Ein 57 Jahre alter Mann muss sich ab Montag wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung von Kindern sowie wegen Besitzes von Kinderpornographie verantworten. Der Mann aus Radolfzell am Bodensee (Kreis Konstanz) ist vor dem Landgericht Konstanz in 17 Fällen angeklagt.
Opfer des sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung waren mit mutmaßlichem Täter bekannt
Bei den Opfern handelt es sich laut Gericht um zwei Jungen. Sie sollen zur Tatzeit zwischen zwölf und 17 Jahre alt gewesen sein und den Angeklagten gekannt haben. Er war demnach mit dem Pflegevater des älteren befreundet und hatte ein Vertrauensverhältnis zu den beiden Jungen aufgebaut. Der Missbrauch soll in der damaligen Wohnung des 57-Jährigen in Radolfzell geschehen sein, bei Motorbootfahrten auf dem Bodensee sowie einmal auch in einem Urlaub auf den Philippinen.
Die Ermittlungen gegen den Mann hätten sich aufgrund von Speichermedien mit Kinderpornographie ergeben, die in einem anderen Verfahren sichergestellt worden waren, so das Gericht. Der Angeklagte ist nicht einschlägig vorbestraft. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil wird Ende April erwartet.