Die beiden Nachwuchsforscher Niklas Ruf und Jana Spiller aus Ochsenhausen (Kreis Biberach) haben eine besondere Auszeichnung erhalten: Im Rathaus von Stockholm wurden sie am Dienstagabend von der schwedischen Kronprinzessin Victoria mit dem "Stockholm Junior Water Prize" geehrt. Der Preis ist mit 15.000 US-Dollar (rund 13.000 Euro) dotiert. In dem Wettbewerb geht es um innovative Forschungsprojekte zu großen Wasserproblemen.
Die zwei Gymnasiasten haben am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Ochsenhausen ein günstiges Hochwasser-Warnsystem zum Selberbauen entwickelt. Auf der Erfindermesse in Nürnberg gab es dafür bereits eine Goldmedaille.
Erfolge des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg Ochsenhausener Schüler entwickeln ein Hochwasser-Warnsystem
Am Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Ochsenhausen (Kreis Biberach) haben Schüler ein günstiges Hochwasser-Warnsystem zum Selbstbauen entwickelt.
17-jährige Schüler überzeugen im internationalen Wettbewerb
Was Jana Spiller und Niklas Ruf, beide 17 Jahre alt, geschafft haben – das sei eine einmalige Geschichte, die Freude sei bei allen riesengroß, sagte der pädagogische Leiter und Physiklehrer Thomas Beck dem SWR. Sie hätten niemals mit einem Preis gerechnet. Doch die beiden Gymnasiasten setzten sich mit ihrer Innovation gegen Konkurrenten aus der ganzen Welt durch.
In dem Hochwasser-Warnsystem steckt jahrelange Arbeit
Die Schülerin und der Schüler aus Ochsenhausen entwickelten über mehr als drei Jahre ein Hochwasser-Frühwarnsystem speziell für kleine Flüsse – dabei messen Sensoren per Infrarot und Ultraschall den Abstand zum Wasser, die Daten werden per Funk an einen Rechner geschickt, der schlägt im Fall steigender Pegel Alarm. Das Besondere an ihrer Erfindung: Bei kleineren Flüssen fehlten bislang oft Echtzeitdaten, was die Möglichkeiten für Frühwarnungen einschränkte.
In einem Video erklären die beiden Schüler auf Englisch ihre Hochwasser-Frühwarnsystem "WarnMe":