Während die Anzahl von Grundschulkindern, die nicht schwimmen können sich in den vergangenen Jahren deutschlandweit von zehn auf 20 Prozent (2022) verdoppelt hat, können Lenny Richrath aus Bihlafingen bei Laupheim (Kreis Biberach) und seine vierjährige Schwester Klara als leuchtendes Positiv-Beispiel gelten. Als Lenny vergangenes Jahr das silberne Schwimmabzeichen gemacht hat, ging er noch in den Kindergarten.
400 Meter weit Schwimmen, einen Sprung vom Drei-Meter-Brett absolvieren und zweimal Zwei-Meter-Tauchen - alles kein Problem für den inzwischen sechsjährigen Lenny. Seine vierjährige Schwester hat er ebenfalls angesteckt mit seiner Schwimmbegeisterung. Sie hat schon das Seepferdchen und das Piraten-Abzeichen geschafft.
Lennys Eltern wollten dass er richtig schwimmen lernt
Papa Thomas und Mama Katharina Richrath wollten eigentlich nur, dass ihre Sprösslinge aus Gründen der Sicherheit Schwimmen lernen.
Das ist die totale Beruhigung, dass man nicht ständig aufpassen muss, dass irgendwas passieren könnte.
Dass die beiden solch ein Talent und solche eine Begeisterung fürs Schwimmen entwickeln würden, damit hätten sie nicht gerechnet, sagt Papa Thomas.
Auch Schwimmlehrerin Jasmin Unglaub von Gaby´s Schwimmschule in Laupheim ist von den beiden begeistert. Lenny und Klara motivierten sich gegenseitig. Wenn einer von beiden sich Mal etwas nicht traue, sei der oder die andere da, um zu unterstützen. "Eine echte Geschwisterliebe eben", erklärt die Schwimmtrainerin.
Nächste Herausforderung für Lenny: das goldene Schwimmabzeichen
Doch Thomas Richrath relativiert das mit einem Schmunzeln. Lenny sei seiner kleinen Schwester gegenüber zwar äußerst hilfsbereit, trotzdem seien Lenny und Klara zwei ganz normale Kinder. Ganz normal, aber auch ganz schön ehrgeizig. Denn Lenny will künftig beim Schwimmverein in Ulm auf das goldene Schwimmabzeichen trainieren, das er allerdings erst mit neun machen darf und Klara bereitet sich aufs bronzene Schwimmabzeichen vor. Die zwei sind richtige oberschwäbische Wasserratten.