Zum ersten Mal seit 2019 hat die Ortsgruppe Konstanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Sonntagabend wieder das Konstanzer Silvesterschwimmen organisiert - bei Lufttemperaturen um den Gefrierpunkt. In den vergangenen Jahren hatte das Schwimmen wegen Corona und aus Kostengründen ausfallen müssen.
Das neue Jahr aus dem eiskalten Rhein begrüßen
47 Schwimmerinnen und Schwimmer begaben sich mit Schwimmflossen an den Füßen und wärmendem Neopren-Anzug am Leib in den Bodensee, bei rund fünf Grad Wassertemperatur. Eine halbe Stunde lang schwammen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fackeln in der Hand die rund 900 Meter lange Strecke vom Konstanzer Hafen bis zum Rheinstrandbad - vorbei an der historischen Seepromenade und unter der alten Rheinbrücke hindurch.
Silvesterschwimmen: Traditionsveranstaltung seit den 1950er-Jahren
Eine kleine DLRG-Gruppe aus Konstanz hatte das Silvesterschwimmen in den 50er-Jahren "aus Langeweile" ins Leben gerufen.
Früher sind wir mit fünf, sechs Mann auf Silvester nach Staad, zum Jakobssteg oder zum Hallenbad geschwommen. Bei Flachwasser hat man sogar auf den Sandinseln gegrillt. Und dann wurden es immer mehr Leute, sodass wir immer früher gestartet sind. Und so entstand das Silvesterschwimmen.
Manche Frauengruppe kam schon als Meerjungfrauen. Andere brachten auf einem selbst gebauten Floß ihr Käse-Fondue zum Schwimmen mit. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten aus ganz Süddeutschland an.