Karten zeigen Gebietseinteilung zu umstrittenem Projekt

So könnte das Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben aussehen

Das geplante Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben ist umstritten. Ein Kartenportal im Internet zeigt, wo Gebietsgrenzen und Schutzzonen geplant sind.

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Von Autor/in Alfred Knödler

Bürgerinnen und Bürger können sich ab Montagnachmittag einen Eindruck von dem geplanten Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben machen. Im Internet stehen dann Karten zur Verfügung, die mögliche Gebietsgrenzen und Schutzzonen aufzeigen. Derzeit befindet es sich noch in der Prüfphase. Das Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben wäre das dritte in Baden-Württemberg, die anderen befinden sich im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb.

Karten zeigen Zoneneinteilung im Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben

In dem rund 70.000 Hektar großen Biosphärengebiet sollen verschiedene Aspekte in Einklang gebracht werden: Siedlungen, die Natur, der Tourismus und die Landwirtschaft. Das Gebiet wird daher in drei unterschiedliche Zonen unterteilt.

  • In den sogenannten Kernzonen hat die Natur Vorrang und soll sich möglichst ungestört vom Menschen entfalten - ähnlich wie in einem Naturschutzgebiet
  • In den Pflegezonen geht es um eine schonende Landnutzung. Zudem können sie auch für Menschen Erholung in der Natur bieten
  • In den Entwicklungszonen steht der Mensch im Mittelpunkt. Wert gelegt wird dabei aber auf eine vorbildliche ökologisch ausgerichtete Wirtschaftsentwicklung

Bürger, Kommunen und Unternehmen können auf den Karten nun sehen, in welcher Zone sie wohnen oder wirtschaften. Laut Prozessteam des Biosphärengebietes stellen die Karten eine Diskussionsgrundlage für den weiteren Beteiligungsprozess dar.

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