Sie ziehen von Haus zu Haus und bringen musikalische Neujahrsgrüße - die Schnurranter, auch Schnurranten oder Schnorranten genannt. In diesem Jahr waren sie bereits im Leutkircher Ortsteil Gebrazhofen unterwegs. Und auch durch Niederwangen zogen sie. Mit festlichen Melodien verabschieden Schnurranter das alte Jahr und blicken auf das neue Jahr 2026. Anschließend sammeln sie Spenden für die Kassen der Musikverein.
Schnurranter ziehen musizierend durchs Württembergische Allgäu
Bei Minustemperaturen sind am Montag die Schnurranter in Leupolz bei Wangen im Allgäu von Tür zu Tür gezogen. Acht Gruppen besuchten rund 400 Haushalte im Ort.
Auch die Schnurranter in Primisweiler bei Wangen im Allgäu waren unterwegs. Das Besondere an diesem Brauch sei, dass man damit den Kontakt zu den Menschen im Ort erhalte, sagte Daniela Dietl in Primisweiler.
Die Menschen bereiten sich vor und die Freude bei vielen ist groß - so wie wir es gerade am letzten Haus gehabt haben. Die Leute warten, die freuen sich und da kommt man einfach immer mit denen ins Gespräch.
Die Schnurranter ziehen von morgens bis abends von Haus zu Haus. Oft werden sie hereingebeten und erhalten etwas zum Aufwärmen. "Man muss immer wieder mal was mittrinken, das ist eigentlich das Anstrengendste", lachte Schnurranter Ulrich Strodel. Er spielt im Musikverein Primisweiler Tuba. Das Problem bei den Minusgraden sei das Mundstück. "Das muss man immer in die Hosentasche stecken, damit es nicht so kalt wird."
Und manchmal frieren halt die Ventile ein, aber dafür gibt es so eine kleine Bettflasche zum Beispiel.