Seit vergangenen Herbst lebt der Maulwurf der Gemeinde Wald zufolge auf dem Friedhof im Ortsteil Walbertsweiler (Kreis Sigmaringen) und bearbeitet die Erde. Und zwar so ausgiebig, dass die Zahl der Maulwurfshügel inzwischen so zugenommen habe, dass es zu Beeinträchtigungen auf der Friedhofsanlage komme, so die Gemeindeverwaltung.
Maßnahmen gegen Maulwürfe: Artenschutz macht strenge Vorgaben
Doch dem Tier zu Leibe zu rücken, ist nicht einfach. Maulwürfe sind besonders geschützte Tierarten und dürfen weder gefangen noch verletzt oder getötet werden. Darüber hinaus dürfe man auch die Fortpflanzungs- und Ruhestätten der Tiere nicht antasten, erklärt die Gemeinde Wald.
Deshalb soll der fleißige Gräber jetzt vergrämt, also vertrieben, werden. Eine jüngst erteilte Genehmigung der Naturschutzbehörde des Landratsamts Sigmaringen erlaubt es.
Geräusche, Gerüche oder Erschütterungen sollen Maulwurf vertreiben
Doch dazu bedarf es eines ganzen Maßnahmenpakets: So versuchen Mitarbeiter des Bauhofs, das Tier nicht nur durch solarbetriebene Maulwurfschreck-Geräte zu vertreiben, sondern auch durch ausgelegte Hundehaare in den Maulwurfgängen und über Glöckchen an Metallstäben. Mit ihnen könnten Friedhofsbesucher immer wieder Krach machen, indem sie leicht auf die Metallstäbe klopfen, heißt es.
Ob das hilft, will die Gemeindeverwaltung fortlaufend beobachten. Ziel sei es jedenfalls, die Beeinträchtigungen für Besucherinnen und Besucher des Friedhofs möglichst gering zu halten - damit der Friedhof nicht zur unwegsamen Hügellandschaft wird.