Fast 500 Kilometer vom Tatort in Weingarten (Kreis Ravensburg) entfernt ist am Wochenende ein Autodieb von der Polizei schlussendlich mit Schüssen gestoppt worden. Schadensbilanz: Rund 50.000 Euro.
Wie die Polizei mitteilte, war Samstagnacht in Weingarten ein SUV gestohlen worden. Bemerkt und angezeigt wurde der Diebstahl in den frühen Morgenstunden. Ein Anwohner habe in der Nacht zwei Verdächtige beobachtet.
Polizei nimmt in Bayern Verfolgung von gestohlenem Fahrzeug auf
Ebenfalls am Morgen fiel einer Streifenwagenbesatzung in Bayern das gestohlene Fahrzeug aus Weingarten auf. Der Fahrer entzog sich auf der A72 in Richtung Leipzig am Dreieck Hochfranken einer Verkehrskontrolle, die bayrischen Beamten nahmen daraufhin die Verfolgung auf.
Dabei war der Flüchtige laut Polizei mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und kollidierte mit mehreren Warnbaken und Baustelleneinrichtungen, die dadurch auf die Fahrbahn geschleudert wurden. Weil der Fahrer eines Streifenwagens diesen umherfliegenden Teilen ausweichen musste, kam er von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke, wodurch ein Sachschaden von circa 25.000 Euro entstand.
Verfolgungsfahrt bis ins sächsische Zwickau
Die Verfolgungsfahrt zog sich bis nach Sachsen. In Zwickau stoppte die Polizei den Autodieb schließlich mit Schüssen auf das Fahrzeug, als er auf sie zufuhr. Die Beamten nahmen den Mann fest, einen 27-Jährigen, der positiv auf Drogen getestet wurde. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Ob es beim Diebstahl einen Komplizen gab, wird nun ermittelt, die Polizei sucht Zeugen.
Für den Besitzer des gestohlenen Fahrzeugs in Weingarten hatte die Polizei neben der guten Nachricht, dass sein Auto sichergestellt werden konnte, auch eine schlechte Nachricht: Es entstand Totalschaden in Höhe von rund 25.000 Euro.