An 24 von 31 Tagen Dezembertagen ist es diesmal nebelgrau gewesen in weiten Teilen der Region Bodensee-Oberschwaben. So viele Nebeltage gab es seit fast 60 Jahren nicht im letzten Monat des Jahres. Das geht aus den Aufzeichnungen der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried (Kreis Biberach) hervor.
Fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit im Dezember am Bodensee
Auch die an der Wetterstation Bad Schussenried durchschnittlich gemessene Luftfeuchtigkeit von rund 98 Prozent gab es seit Messbeginn 1968 noch nie. Die Sonne ließ sich zum Jahresende rund um den Bodensee und in Oberschwaben mancherorts nur "mickrige" 15 Stunden lang sehen, davon allein acht an Silvester, so die Wetterwarte. Ganz anders das Wetter in den höheren Lagen, beispielsweise im Raum Meßstetten und im Allgäu: Hier schien die Sonne im Dezember mehr als 100 Stunden.
So ungerecht kann Wetter sein. Dabei zahlen die Menschen unterm tristen, feucht-trüben Dauergrau gleich viel Steuern wie die, welche wochenlang von mildem Sonnenschein in trockener Luft verwöhnt wurden.
Wetter in Oberschwaben: erst mild, dann eisig
Die Temperaturen lagen bis Mitte Dezember auf Rekordkurs. Am 8. Dezember kletterte das Thermometer auf über 13 Grad. Erst kurz vor Weihnachten passte sich das Wetter der Jahreszeit an. Bis zum Jahreswechsel stellte sich trocken-kaltes Winterwetter ein, anfangs auch mit einem eisigen, stark böigen Wind um Ost. Die Wintersportler warteten jedoch vergeblich auf Schnee. Lediglich an Heiligabend gab es vereinzelt ein paar Flocken.
Insgesamt fiel der Dezember am Bodensee und in Oberschwaben erheblich zu trocken aus, so die Bilanz. An den allermeisten der rund 300 Wetter- und Niederschlagsstationen im Messnetz der Wetterwarte Süd wurden lediglich 20 bis 30 Prozent der Sollwerte erreicht.